Das geht aus dem aktuellen Ranking des Yacht-Magazins „Boote Exclusiv“ hervor. Nicht nur der bei German Naval Yards gebaute Dreimaster überholt die in Bremen vom Stapel gelaufene Eos. Mit der Black Pearl springt ein weiterer Neueinsteiger direkt auf den zweiten Rang. Mit 106 Metern Länge liegt sie allerdings deutlich hinter dem neuen Spitzenreiter aus Kiel. Den Bau hat Oceanco übernommen, eine Werft in den Niederlanden.

Star-Designer Philippe Starck hat den neuen Top-Segler gestaltet

Insgesamt schafften es in diesem Jahr nur elf neue Segler, einen Platz unter den Top 200 zu ergattern. Das neue Top-Boot A hat der französische Stardesigner Philippe Starck gestaltet. Offiziell handelt es sich um eine „Motoryacht mit Segel-Unterstützung“, so die von Lloyds Register zertifizierte Bezeichnung. Gegönnt hat sich das Boot der russische Milliardär Andrei Melnitschenko, dem auch die 119-Meter-Motoryacht „A“ gehört.

Auf der weltgrößten Segelyacht muss Melnitschenko wenig Verzicht üben: Das Schiff hat eine Unterwasser-Lounge im Kiel, vier Beiboote sowie ein Mini-U-Boot. An die knapp 100 Meter in den Himmel ragenden Kohlefaser-Masten können 4.500 Quadratmeter Segel, mehr als ein halber Fußballplatz. Der Preis des Superseglers soll laut Boote Exclusiv bei rund 400 Millionen Euro liegen.

Markt für Super-Segel-Yachten unter Druck

Trotz der neuen Rekordmarken befindet sich der Segelyacht-Markt unter Druck: „Viele Eigner entscheiden sich heute verstärkt für Motoryachten“, sagt Marcus Krall, Chefredakteur von Boote Exclusiv. Das Erlebnis, auf einer großen Segelyacht unterwegs zu sein, sei allerdings etwas ganz Besonderes. „So einige deutsche Manager und Industrielle sind Eigner solcher Formate“, so Krall.

Boote Exclusiv ermittelt alle zwei Jahre die Top-200 der größten Yachten weltweit.