Kernpunkte des Gesprächs:
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Bewertung und Marktlage
Fickus sieht nach zweieinhalb Jahren Bewertungsdruck wieder attraktive Einstiegsmöglichkeiten. Während der europäische Markt um rund fünf Prozent teurer wurde, sind die Fonds von Comgest im Schnitt 15 Prozent günstiger geworden – zurück auf das Bewertungsniveau der letzten 35 Jahre. -
Zinsen als Schlüsselfaktor
Der Hauptgrund für die Korrektur liegt laut Fickus in der Zinsentwicklung. Steigende Langfristzinsen und eine inverse Zinsstrukturkurve hätten Wachstumsaktien, vor allem aus dem IT-Sektor, belastet. Nun biete die Normalisierung neue Chancen. -
Langfristiges Investieren
Trotz kurzfristiger Volatilität plädiert Fickus für Geduld: Die durchschnittliche Haltedauer einer Aktie liege heute unter drei Monaten – früher waren es acht Jahre. Langfristig zähle aber allein das Gewinnwachstum der Unternehmen, nicht kurzfristige Marktbewegungen. -
Sektortrends und Trump-Effekt
Die Trump’sche Zollpolitik und der starke Dollar hätten kurzfristig Druck auf exportorientierte Qualitätsunternehmen ausgeübt, insbesondere in Europa. Luxusgüterhersteller wie Ferrari oder Hermès könnten Preiserhöhungen jedoch weitergeben, während Value-Titel wie Banken temporär profitierten. -
Ausblick und Chancen
Besonders günstig bewertet sieht Fickus aktuell IT- und Healthcare-Unternehmen – teils 20 bis 25 Prozent unter Vorjahresniveau. Mit erwarteten Gewinnzuwächsen von elf bis zwölf Prozent jährlich sieht er erhebliches Aufholpotenzial für Qualitätswachstumsaktien.