Ergebnisse aus der Schweiz Kleine Privatbanken profitieren besonders von Zinswende

Passanten am Paradeplatz in Zürich

Passanten am Paradeplatz in Zürich: Die Cost Income Ratio großer Schweizer Privatbanken stieg zuletzt wieder. Foto: Imago Images / Geisser

Schweizer Privatbanken stellen weiterhin mehr und mehr Mitarbeiter ein. Das zeigt eine Studie, für die die Unternehmensberatung PwC den Schweizer Markt für Privatbanken untersucht hat. Demnach steigerten sowohl kleine als auch mittlere oder große Privatbanken ihre Mitarbeiterzahl deutlich. Um 3,2 Prozent wuchs die in Vollzeitäquivalenten gemessene Mitarbeiterzahl kleiner Privatbanken mit unter 5 Milliarden Schweizer Franken verwaltetem Vermögen, um 6,1 Prozent die der mittleren Privatbanken mit einem Vermögen von 5 bis 50 Milliarden Franken. Große Privatbanken mit einem noch höheren verwalteten Vermögen steigerten ihre Mitarbeiterzahl sogar um 6,8 Prozent.

 

Ausschlaggebend dafür sei auch das Ende der Credit Suisse, heißt es in dem veröffentlichten Bericht. So hätten viele Banken die Credit-Suisse-Übernahme genutzt, um neue Mitarbeiter zu finden und einzustellen. Die durchschnittlichen operativen Kosten stiegen durch die Personalausgaben 2023 auf ein neues Hoch – wobei große Privatbanken im Vergleich zu ihren kleinen und mittleren Konkurrenten die Ausgaben pro Vollzeitäquivalent bereits das zweite Jahr in Folge senken konnten. Trotzdem liegen die Pro-Kopf-Kosten bei den großen Privatbanken mit 265.000 Schweizer Franken noch deutlich über denen der mittleren und kleinen Privatbanken mit 246.000 respektive 234.000 Schweizer Franken.

Quelle: PwC Private Banking Market Update

Kleine Schweizer Privatbanken profitierten 2023 dagegen besonders von der Zinswende. Die Ertragsmargen stiegen deutlich von 99 auf 129 Basispunkte im Vergleich zum verwalteten Vermögen. Weniger starkt stiegen die Margen bei mittleren – von 73 auf 85 Basispunkte – und großen Privatbanken – von 63 auf 67 Basispunkte – an. Die Cost Income Ratio konnten mittlere und kleinere Banken senken, bei großen Banken stieg sie dagegen von 68,3 auf 70,3 Prozent.

Die gesamte Studie können Sie hier herunterladen.

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