Proptech App statt Hausaushang

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Casavi

Casavi ist eine Service-Plattform für die Wohnungswirtschaft. Das Ziel: zufriedene Kunden, weniger Kosten, mehr Effizienz. Die Plattform vermeidet überflüssige Anfragen, senkt Portokosten durch die digitale Bereitstellung von Dokumenten und verknüpft Serviceanfragen prozessoptimiert mit internen Systemen. Mittlerweile setzen mehr als 20 Unternehmen die seit Herbst 2015 frei verfügbare Plattform zur Betreuung von Mieter- und Wohnungseigentümern ein. „Die Digitalisierung der Beziehung zwischen Verwalter, Eigentümer und Mieter ist für uns der erste Schritt. Mittelfristig wollen wir uns als digitalen Begleiter für das gesamte Wohnumfeld etablieren“, sagt Casavi-Chef Peter Schindlmeier.

Die Idee dazu sei in erster Linie aus der eigenen Erfahrung heraus entstanden. Schindlmeier: „In allen Lebensbereichen kommt es zu einer immer stärkeren Unterstützung durch digitale Technologien und Kommunikationskanäle. Im Wohnumfeld wird bisher aber meist noch mit sehr traditionellen Mitteln wie Brief, Telefon oder Hausaushang gearbeitet. Es gibt keine ganzheitliche digitale Vernetzung.“ In der Konsequenz fühlten sich viele Mieter und Eigentümer mangelhaft betreut und informiert, die Hausverwaltungen und Vermieter blieben auf unnötigem Aufwand und Kosten sitzen, und es gebe nur eine mangelhafte Prozess-Integration mit wohnungsnahen Dienstleistern wie Hausmeistern,  Handwerkern oder Energieversorgern.

Kiwi.Ki

Der erste Schlüssel ist über 4.000 Jahre alt. Er öffnete das sogenannte Fallriegelschloss, wie Abbildungen auf akkadischen Siegeln aus dem dritten Jahrtausend vor Christus zeigen. Seit damals hat sich die Schlüsseltechnologie zwar weiterentwickelt, stößt heute jedoch endgültig an ihre Grenzen. Angesichts der ständig wachsenden Zahl von Türen, die tagtäglich geöffnet werden müssen, sind neue Konzepte gefordert. Deshalb gründeten Claudia Nagel, Christian Bogatu und Peter Dietrich 2012 Kiwi.Ki. An der Schnittstelle zwischen Smart City und Smart Home will Kiwi.Ki den verschiedensten Nutzergruppen Vorteile bringen: Hausbewohnern, der Wohnungswirtschaft, Dienstleistern im Bereich von Mehrfamilienhäusern, Notdiensten, der Feuerwehr oder Menschen mit Behinderung. Und so funktioniert’s: Nähert man sich der Tür, nimmt der Schlüssel über Funk mit dem in der Klingelanlage eingebauten Sensor Kontakt auf. Dieser entriegelt dann die Tür. Die zugrunde liegende Technologie lässt sich mit den Keyless-Go-Systemen zum Öffnen von Autotüren vergleichen. Das System wird zusätzlich zur bestehenden Schließanlage installiert. Die bisherigen Schlüssel funktionieren parallel. Für alle, die ganz auf Schlüssel verzichten möchten, ermöglicht das System den Zugang per Tablet, PC oder Smartphone.

Eine Zuordnung, wer wann welche Tür geöffnet hat, ist zu keinem Zeitpunkt möglich. Nachvollziehbar ist nur, für wen jeweils die Berechtigung zum Öffnen einer bestimmten Tür vorlag. Damit stellt Kiwi.Ki sicher, dass weiterhin die gleiche Anonymität besteht wie bei einem normalen Schlüssel.