Projekt „Optiko“ Schweizer Chefin der DZ Privatbank tritt zurück

Die Zentralbank der Volksbanken, die DZ Bank, hat ihrer Private-Banking-Tochter eine Verschlankungskur verordnet

Die Zentralbank der Volksbanken, die DZ Bank, hat ihrer Private-Banking-Tochter eine Verschlankungskur verordnet

Marion Pester, die Vorsitzende der Generaldirektion des Schweizer Arms der DZ Bank, verlässt zum Monatsende das Bankhaus. Sie habe sich nicht mit den Absichten der Bank anfreunden können, vermehrt Geschäftsbereiche in Luxemburg zu zentralisieren, will das Schweizer Internetportal Finews.ch aus Pesters Umfeld gehört haben. Der Rücktritt erfolge „im Rahmen der konzerninternen strategischen Neuausrichtung der DZ Privatbank Schweiz“, hieß es in einer kurzen Mitteilung der Bank.

Es könnte die erste größere Personalie im Rahmen des Projektes „Optiko“ sein, an dessen Ende die DZ Privatbank schlanker sein möchte. Es könne an den verschiedenen Standorten der DZ Privatbank in Luxemburg, Deutschland, Singapur und in Zürich im Rahmen der Optimierung der Konzernsteuerung zu gewissen Verschiebungen von Services kommen, erklärte die Pressestelle der DZ Privatbank. Darüber hinaus ist unklar, was diese strategische Neuausrichtung beinhaltet. Jede Aufgabe, jeder Job soll aber auf dem Prüfstand sein. In Zürich beispielsweise könnten 50 der 200 Jobs wegfallen, heißt es aus Insider-Kreisen.

Pester war seit 26 Jahren bei der genossenschaftlich organisierten Privatbank tätig. Die Deutsche gehörte seit 2006 zur Geschäftsleitung der Bank, 2011 wurde sie Vorsitzende der DZ Privatbank Schweiz.