Industrienationen bauen ab, Schwellenländer bauen auf Privatvermögen wachsen 2011 nur noch langsam

Das zeigt der „Global Wealth Report 2012“ der Unternehmensberatung Boston Consulting Group. Insgesamt lag das weltweite Privatvermögen 2011 bei 122,8 Billionen US-Dollar. Das recht maue Wachstum von 1,9 Prozent gegenüber 2010 haben vor allem die Schwellenländer erwirtschaftet. So legten die Vermögen in den BRIC-Staaten 2011 um 18,5 Prozent zu. In Nordamerika nahm das Vermögen dagegen um 0,9 Prozent auf 38 Billionen Dollar ab, in Westeuropa ging es um 0,4 Prozent runter auf 33,5 Billionen Dollar und in Japan sanken die Vermögen um 2,0 Prozent auf 17,8 Billionen Dollar.

Vom Wachstum konnten vor allem die sogenannten Ultra High Net Worth Individuals (UHNWI) mit einem Vermögen von mehr als 100 Millionen US-Dollar profitieren. In dieser Gruppe lag das Plus bei 3,6 Prozent im Vergleich zum Schnitt von 1,7 Prozent in anderen Kategorien.

Singapur hat die höchste Millionärsdichte


2011 gab es weltweit 12,6 Millionen Millionäre, 175.000 davon sind im vergangenen Jahr neu hinzugekommen. Während die Zahl der Millionäre in den Vereinigten Staaten und Japan um insgesamt 182.000 zurückging, legte sie vor allem in China und Indien zu. Laut Studie finden sich derzeit die meisten Millionäre in den USA (5,1 Millionen), Japan (1,6 Millionen) und China (1,4 Millionen).

Die höchste Dichte an Vermögenden findet sich in Singapur, wo 17 Prozent der Menschen mehr als eine Million Dollar auf dem Konto haben, gefolgt von Katar (14,3 Prozent), Kuwait (11,8 Prozent) und der Schweiz (9,5 Prozent).

Vermögende schichten in Sachwerte um

BCG hat auch untersucht, wie sich die Vermögensverwaltungs- und Private-Banking-Abteilungen von 130 großen Universalbanken entwickelt haben. Danach blieb das verwaltete Vermögen im Vergleich zu 2010 konstant, nachdem ein Jahr zuvor noch ein Plus von 11 Prozent verzeichnet wurde.

In Europa beobachteten die Analysten eine Verschiebung der verwalteten Vermögen in Sachwerte hinein, um dem Auf und Ab an den Börsen zu entgehen. Im Großen und Ganzen legten die Kunden ihr Geld zu 23 Prozent in Cash an, 21 Prozent gingen direkt in Anleihen, 25 Prozent direkt in Aktien. Der Anteil aktiv gemanagter Fonds erhöhte sich gegenüber 2010 von 18 auf 21 Prozent.  Alternative Investments machten rund 10 Prozent an den Portfolien aus.

Die komplette Studie können Sie hier herunterladen.