62 Prozent der Angestellten im außerbörslichen Kapitalmarkt in Europa erhielten im Jahr 2025 ein Gehaltsplus. Das zeigt eine Umfrage der Hamburger Personalberater Heidrick & Struggles. Aufgrund der geringen Teilnehmerzahl von 10 bis 278 Personen lassen sich die Ergebnisse nur als Tendenz interpretieren.
2024 stiegen die Gehälter in privaten Märkten in Deutschland am häufigsten im europäischen Vergleich. Hierzulande gaben damals 72 Prozent der Angestellten ein Plus an. Danach folgten Frankreich (67 Prozent) und England (59 Prozent). Im Jahr 2025 kehrt sich die Rangfolge um: Deutschland liegt mit 53 Prozent hinter Frankreich und Großbritannien mit jeweils 66 Prozent.
Europäische Unternehmen zahlten im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr freudiger Boni: 60 Prozent der Befragten berichteten von erhöhten Zuschlägen – gegenüber 55 Prozent im Vorjahr. Besonders in Deutschland stiegen die Bonuszahlungen im Jahr 2025 am häufigsten im europäischen Vergleich. Die Differenz ist jedoch gering: Gegenüber England beträgt sie einen Prozentpunkt, gegenüber Frankreich 6 Prozentpunkte.
In Deutschland verzeichneten die Karrierestufen Partner und Prinzipal kein Gehaltsplus, während geschäftsführende Partner ein bonusgetriebenes Plus von rund 40 Prozent erhielten. Ihr Gehalt lag im Jahr 2025 mit 1,8 Millionen Euro an der Spitze. Partner erhielten durchschnittlich 712.000 Euro und Prinzipale 278.000 Euro. „Geschäftsführenden Partner aus Deutschland bekamen im Vergleich europäischer Länder im Jahr 2025 den größten Bonus“, sagt Tom Thackeray, Partner bei Heidrick & Struggles.
Frauen verdienen in der Karrierestufe Partner mehr als Männer
Mit Blick auf die Gehälter inklusive Boni in Deutschland verdienen Partner und Prinzipale jeweils 9 Prozent und 23 Prozent weniger als der europäische Durchschnitt. Geschäftsführende Partner verdienen in Deutschland gut doppelt so viel. Unter den Geschlechtern erhalten Frauen in der Partnerrolle in Europa rund 7,5 Prozent mehr als Männer. Bei den Prinzipal-Gehältern ist es umgekehrt: Hier haben Männer mit 6 Prozent mehr Gehalt die Nase vorn.
Die Heidrick-&-Struggles-Auswertung zur Vergütung in Family Offices finden Sie hier.