Hinter dem historischen Tor von Paramount Pictures an der Melrose Avenue in Los Angeles vollzieht sich derzeit einer der größten Übernahmefälle der Mediengeschichte. Seit Februar 2026 verhandelt der Studiokonzern Paramount Skydance die Übernahme von Warner Bros. Discovery – ein Deal, der das Unternehmen mit knapp 111 Milliarden Dollar bewertet und einen der größten Medienkonzerne der Welt entstehen lassen würde. Finanziell abgesichert wird das Vorhaben auch durch die Ellison-Familie sowie den Private-Equity-Investor Redbird Capital Partners.
Der Datenanbieter Preqin erfasst die Übernahme in seiner aktuellen Analyse „Deal Flow Monitor: H1 2026“, weil sie, auch wenn sie noch nicht abgeschlossen ist, im ersten Halbjahr 2026 bekanntgegeben wurde. Vor allem aber steht der Fall exemplarisch für ein Muster, das sich durch den gesamten Report zieht: Es gibt zwar weniger Transaktionen als in früheren Jahren, dafür erreichen die einzelnen Deals eine neue Größenordnung.
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Hinter dem historischen Tor von Paramount Pictures an der Melrose Avenue in Los Angeles vollzieht sich derzeit einer der größten Übernahmefälle der Mediengeschichte. Seit Februar 2026 verhandelt der Studiokonzern Paramount Skydance die Übernahme von Warner Bros. Discovery – ein Deal, der das Unternehmen mit knapp 111 Milliarden Dollar bewertet und einen der größten Medienkonzerne der Welt entstehen lassen würde. Finanziell abgesichert wird das Vorhaben auch durch die Ellison-Familie sowie den Private-Equity-Investor Redbird Capital Partners.
Der Datenanbieter Preqin erfasst die Übernahme in seiner aktuellen Analyse „Deal Flow Monitor: H1 2026“, weil sie, auch wenn sie noch nicht abgeschlossen ist, im ersten Halbjahr 2026 bekanntgegeben wurde. Vor allem aber steht der Fall exemplarisch für ein Muster, das sich durch den gesamten Report zieht: Es gibt zwar weniger Transaktionen als in früheren Jahren, dafür erreichen die einzelnen Deals eine neue Größenordnung.
Private-Equity-Markt: Weniger Deals, mehr Volumen
Der Markt zeigt sich im ersten Halbjahr 2026 robust gegenüber geopolitischen Unsicherheiten. Demnach erreichte der weltweite Wert privater Kapitalmarkttransaktionen im ersten Halbjahr 1,33 Billionen Dollar – rund 66 Prozent des gesamten Vorjahreswerts 2025. Laut Preqin war das erste Halbjahr 2026 damit wertmäßig sogar stärker als der bisherige Höhepunkt im ersten Halbjahr 2021.
Die Zahl der Transaktionen erreichte dagegen nur rund 45 Prozent des Niveaus von 2025. Das zeigt, dass sich Kapital zunehmend auf weniger, dafür größere Deals konzentriert. Private Equity und Venture Capital waren laut dem Report mit einem Anteil von knapp 75 Prozent am Gesamtdealwert die wichtigsten Treiber. Bemerkenswert: Mit 515 Milliarden Dollar hat Venture Capital im ersten Halbjahr 2026 wertmäßig sogar Private Equity (rund 475 Milliarden Dollar) leicht überholt. Das liegt jedoch vor allem an den großen Finanzierungsrunden für große KI-Unternehmen wie OpenAI und Anthropic (siehe weiter unten).
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Mega-Deals prägen das erste Halbjahr
Bei Private Equity hat sich das Geschäft nach dem Ausnahmejahr 2021 weitgehend normalisiert, die Zahl der Transaktionen blieb in diesem Segment laut Preqin in den vergangenen drei Jahren relativ stabil. Nordamerika ist weiterhin der mit Abstand größte Markt.
Der Gesamtwert der Private-Equity-Deals im ersten Halbjahr wurde maßgeblich von der Warner-Bros.-Discovery-Übernahme beeinflusst. Entsprechend stellte der Sektor Telekommunikation und Medien den größten Anteil am Private-Equity-Dealwert im ersten Halbjahr.
Preqin geht davon aus, dass diese Mega-Deals angesichts der begrenzten Verfügbarkeit vergleichbar großer Zielobjekte und zunehmender regulatorischer Kontrolle kein nachhaltiger Trend sind. Allerdings: Auch ohne diese Transaktionen lag der Private-Equity-Dealwert im ersten Halbjahr bei stattlichen 347 Milliarden Dollar. Das ist immer noch fast die Hälfte des gesamten Vorjahreswerts und laut Preqin das stärkste Ergebnis seit 2022.
Die USA sind mit Abstand der größte Private-Equity-Markt
Ein Blick auf die regionale Verteilung der Private-Equity-Transaktionen zeigt: Nordamerika dominiert das globale Geschäft – und zwar deutlich. Von den mehr als 3.700 im ersten Halbjahr 2026 gezählten Deals entfielen laut Preqin-Daten fast 2.100 – 56 Prozent – auf Nordamerika. Europa kam auf knapp über 1.000 Transaktionen (28 Prozent), der Asien-Pazifik-Raum (APAC) auf etwas über 500 (14 Prozent), der Rest der Welt auf 85 (2 Prozent).
Im Fünfjahresvergleich (2020 bis 2025) bewegte sich der nordamerikanische Anteil am globalen Deal-Volumen recht stabil zwischen 52 und 55 Prozent – der leichte Anstieg auf 56 Prozent im ersten Halbjahr 2026 deutet auf eine weitere, wenn auch moderate Konzentration auf den US-Markt hin.
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