Die globale Private-Equity-Branche hat 2025 ein starkes Comeback hingelegt. Der Buyout-Wert stieg um 44 Prozent auf 904 Milliarden US-Dollar. Der Exit-Wert kletterte um 47 Prozent auf 717 Milliarden US-Dollar. Das zeigt ein aktueller Report von Bain & Company. Beide Werte sind die zweitbesten in der Geschichte der Branche – nur 2021 war stärker.
Dieser Artikel richtet sich ausschließlich an professionelle Investoren. Bitte melden Sie sich daher einmal kurz an und machen einige berufliche Angaben. Geht ganz schnell und ist selbstverständlich kostenlos.
Die globale Private-Equity-Branche hat 2025 ein starkes Comeback hingelegt. Der Buyout-Wert stieg um 44 Prozent auf 904 Milliarden US-Dollar. Der Exit-Wert kletterte um 47 Prozent auf 717 Milliarden US-Dollar. Das zeigt ein aktueller Report von Bain & Company. Beide Werte sind die zweitbesten in der Geschichte der Branche – nur 2021 war stärker.
Die Erholung wurde maßgeblich von Mega-Transaktionen getrieben. Der 56,6 Milliarden US-Dollar schwere Kauf von Electronic Arts war der größte Buyout aller Zeiten. Insgesamt trugen 13 Deals mit einem Volumen von jeweils über 10 Milliarden US-Dollar 69 Prozent zum Wachstum bei. Die Anzahl der Transaktionen sank hingegen um 6 Prozent auf 3.018 Deals. Die durchschnittliche Dealgröße erreichte mit 1,2 Milliarden US-Dollar einen Rekordwert.
Liquiditätsprobleme bleiben bestehen
Trotz der starken Zahlen warnt Bain vor anhaltenden strukturellen Problemen. Die Ausschüttungen an Investoren (LPs) liegen seit vier Jahren unter 15 Prozent des Nettovermögenswerts – ein Branchenrekord. Die durchschnittliche Haltedauer von Beteiligungen beträgt mittlerweile sieben Jahre. Die Branche sitzt auf 32.000 unverkauften Unternehmen im Wert von 3,8 Billionen US-Dollar.
Das Fundraising bleibt schwierig. Nach drei Jahren des Rückgangs stagnierte die globale Kapitalaufnahme 2025. Buyout-Fonds sammelten 16 Prozent weniger ein als im Vorjahr. Infrastruktur (+58 Prozent) und Secondaries (+11 Prozent) wuchsen hingegen. Die Fonds, die am schnellsten schlossen, waren etablierte Häuser mit starker Renditehistorie und hohen Ausschüttungen.
Neue Ära erfordert stärkeres operatives Wachstum
Bain sieht die Branche an einem Wendepunkt. „Wir erleben eine K-förmige Erholung in einer Welt, in der niedrige Preise, günstiges Fremdkapital und leichte Multiple-Expansion auf absehbare Zeit vorbei sind“, schreibt Hugh MacArthur, Globaler Leiter Private Equity bei Bain. Der Report prägt die Formel „12 is the new 5“: Künftig müssen Fonds ein jährliches EBITDA-Wachstum von 12 Prozent erzielen, um die Renditen zu erreichen, die früher mit 5 Prozent möglich waren.
Der Ausblick für 2026 ist dennoch positiv. Die Zinsen sinken langsam, die Deal-Pipelines sind gut gefüllt. Der Medline-Börsengang im Dezember 2025 war der größte PE-gestützte IPO aller Zeiten und der größte Börsengang seit vier Jahren. Die Mehrheit der befragten General Partners erwartet 2026 mehr Exits als im Vorjahr.