Erster private banking kongress in Köln Commerzbank-Regionalleiter: „Den intensiven Wettbewerb sehe ich als Vorteil“

Marco Joch, Leiter Wealth Management und Private Banking der Commerzbank in der Region Bonn.

Marco Joch, Leiter Wealth Management und Private Banking der Commerzbank in der Region Bonn. Foto: privat

Am 9. Februar feiert der private banking kongress Premiere in Köln. Im Deutschen Sport & Olympia Museum, direkt am Ufer des Rheins, macht Deutschlands größtes Wealth-Management-Forum Station. Infos zu Programm und Anmeldung finden Sie hier.

Im Vorfeld des Kongresses befragt das private banking magazin heimische Branchenexperten zu verschiedenen Themen rund um Köln und das Rheinland. Marco Joch, Leiter Wealth Management und Private Banking der Commerzbank in der Region Bonn, spricht im Interview, über den Private-Wealth-Standort Bonn – und seine Karnevalspläne.

Herr Joch, Sie leiten das Wealth Management der Commerzbank in der Region Bonn. Welche Vorzüge bringt der Standort für Ihr Geschäft mit?

Bonn bietet als ehemalige Hauptstadt immer noch viele Vorteile, da das Unternehmertum hier stark ausgeprägt ist. Außerdem ist die Nähe zu Köln, Düsseldorf und dem Ruhrgebiet vorteilhaft. Die gute Infrastruktur zieht – trotz der zahlreichen Staus. Und natürlich ist der Freizeitwert mit dem wunderschönen Rheintal und der Nähe zur Eifel nicht zu unterschätzen.

Wie erleben Sie den lokalen Wettbewerb in der Branche? Ist das Rheinland nur Karnevals- oder auch Private-Banking-Hochburg?

Der Wettbewerb ist schon intensiv. Da unsere Kunden aber nicht nur lokal denken, sondern bundesweit oder gar international, sind unsere Mitbewerber keineswegs nur im Rheinland zu finden, sondern quasi überall. Das ist der Grund, warum wir uns – trotz unserer großen Produktpalette und Beratungsqualität – jeden Tag wieder aufs Neue beweisen müssen und keinen Millimeter nachlassen dürfen. Ich sehe das als Vorteil, damit wir uns nicht in unserer Komfortzone einrichten, sondern immer besser werden.

 

 

Wie würde sich Ihr Berufsalltag unterscheiden, wenn Sie statt in Bonn in Hamburg, München oder Frankfurt sitzen würden?

Oktoberfest statt Karneval. Aber inhaltlich sehe ich da keine wesentlichen Unterschiede in der Arbeit „am Kunden“. Was aber in den Metropolen noch stärker ausgeprägt ist, ist der Kampf um Talente. Meine Kolleginnen und Kollegen sind zu einem großen Teil bereits langjährig im Team und lokal entsprechend gut vernetzt, was ein großes Asset für uns ist. Daher hat uns dieser Punkt bisher zum Glück noch nicht so erreicht.  Ich sehe es schon heute als meinen persönlichen Auftrag an, für mein Team ein tolles Arbeitsumfeld zu schaffen – einen „great place to be“. Ich bin davon überzeugt, dass wir mit Freude und Spaß jede Herausforderung meistern werden und das spüren auch unsere Kunden, denn nur so lassen sich konstante Topleistungen mit einer gewissen Leichtigkeit erbringen.

Sie sind von Duisburg, über Paderborn nach Bonn gezogen: Was vermissen Sie am meisten?     

Aus Duisburg natürlich Freunde und Familie – aber da die Entfernungen nicht so groß sind, halten wir den Kontakt hier recht intensiv. Und den MSV Duisburg, den ich als Dauerkarteninhaber aber auch regelmäßig wiedersehe. Die Zeit in Paderborn war nicht lange genug, um tief Wurzeln zu schlagen, aber die dort gewonnenen Freundschaften bleiben natürlich bestehen.

Wie gestaltet sich der Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter? Hat Bonn besondere Standortvorteile?

Nein, ich sehe keine ausgeprägten Standortvorteile. Bonn ist leider nicht Köln, da mag das vielleicht zutreffen. 

 

 

Sie sprechen es an: Köln zieht etwas mehr als die kleinere Nachbarstadt Bonn. Wenn Sie Besuch bekommen, der Köln noch nicht kennt, was zeigen Sie ihm?

Selbstverständlich den Dom. Und ein Besuch bei „Lommi“, der Gaststätte Lommerzheim in Köln-Deutz ist auch Pflicht.

Sind Sie Karnevalsfan? Wie sind ihre Pläne für dieses Jahr?

Das muss eine rhetorische Frage sein. Wer ist das nicht? Der Start in den Karneval ist bei uns traditionell immer bei „Troisdorf steht Kopp“ Mitte November, die erste Karnevalsparty in der Umgebung. Als passives Mitglied der Bürgergarde Blau-Gold 1904 Köln besuche ich natürlich deren Veranstaltungen und die sind jedes Jahr fester Bestandteil unseres privaten Veranstaltungskalenders. Dieses Jahr werden wir erstmals bei „Bonn steht Kopp“ am 4. Februar ein Kundenevent durchführen, das auf sehr großes Interesse gestoßen ist und auf das wir uns schon sehr freuen. Rosenmontag wird lokal gefeiert, da wir dies mit den Freunden der Kinder und Nachbarn besser genießen können. Und die Kids können es kaum noch erwarten.

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