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Die Zahl ausgeschriebener Stellen im Private Banking und Wealth Management ist im vergangenen Jahr erneut beträchtlich gestiegen. Das zeigt eine Erhebung der Index Gruppe, die die Personalmarktberatung für das private banking magazin durchgeführt hat. Demnach gab es im vergangenen Jahr 1.797 öffentlich ausgeschriebene Stellen, in denen „Private Banking“ und/oder „Wealth Management“ im Titel auftauchten. 2022 waren es noch 1.571.
Zahl der Stellenanzeigen hat sich mehr als vervierfacht
Bemerkenswert ist die Entwicklung seit 2020: Damals waren innerhalb eines Jahres im Private Banking und Wealth Management 534 Stellen ausgeschrieben worden. Mittlerweile hat sich die Zahl mehr als verdreifacht.
Sogar vervierfacht hat sich seitdem die Menge der Stellenanzeigen. Diese entspricht nicht der Anzahl der ausgeschriebenen Stellen, da Banken freie Stellen – zum Beispiel für einen Kundenberater im Private Banking – auf verschiedenen Jobportalen sowie auf der Firmenseite ausschreiben können. 4.292 Stellenanzeigen waren es 2023, im Jahr 2020 nur 1.024.
Die Statistik zeigt: Jobs im Private Banking und Wealth Management werden auf immer mehr Kanälen geschaltet. Zum einen ist das auf eine generelle Professionalisierung des Recruitings im Private-Banking-Sektor zurückzuführen, zum anderen zeigt es, dass Banken sich stärker darum bemühen müssen, qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Gerade Nachwuchs wird von den Banken händeringend gesucht.
Während sich die geschätzten Ausgaben, um Stellenanzeigen in Printmedien und Online-Jobbörsen zu schalten, laut Schätzungen im vergangenen Jahr leicht reduziert haben, ist die Zahl der Unternehmen, die offene Stellen im Private Banking und Wealth Management zu besetzen hatten, nochmals deutlich gestiegen. Dies könnte unter anderem darauf zurückzuführen sein, dass sich Sparkassen und Genossenschaftsbanken breiter in diesem Geschäftssegment aufstellen und damit mittlerweile auch zahlreiche Regionalbanken nach Mitarbeitern im Private Banking suchen.
Der Trend am Jobmarkt im Private Wealth Management, war zuletzt auch in der gesamten deutschen Bankenbranche zu beobachten. Trotz trüber Konjunktur hat der Bankensektor die Stellenangebote im vierten Quartal 2023 weniger stark reduziert als die Gesamtwirtschaft, berichtet Bloomberg. Die Zahl der von Banken, Kreditinstituten und Fintechs öffentlich ausgeschriebenen Stellen belief sich im vierten Quartal auf 32.852 – vier Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. In der Gesamtwirtschaft sank indes die Zahl der öffentlich ausgeschriebenen Stellen um etwa elf Prozent. Auch das zeigen Zahlen der Index Gruppe.
Das Unternehmen wertet für seine Statistiken zum Stellenmarkt 196 Printmedien, 295 Online-Stellenbörsen, die Webseiten von rund 660.000 Firmen sowie das Stellenportal der Bundesagentur für Arbeit aus.