Nachgefragt bei Banken Diese Herausforderungen erwartet das Private Banking 2026
Bergos: „Die größte Herausforderung ist die Unsicherheit durch die US-Politik“
Die größte Herausforderung für das Private Banking 2026 ist die Unsicherheit durch die US-Politik. Die Zollpolitik von Präsident Trump bleibt unkalkulierbar. Seine Entscheidungen belasten die Weltwirtschaft. Das erschwert die strategische Vermögensplanung erheblich.
Hinzu kommt: Die Notenbanken zeigen eine erstaunliche Inflationstoleranz. Die Fed wird die Zinsen trotz hartnäckig erhöhter Teuerung von 2,7 Prozent weiter senken – voraussichtlich drei Mal bis auf 3,0 bis 3,25 Prozent. Zudem steht im Mai 2026 ein Wechsel an der Fed-Spitze an. Diese geldpolitische Unsicherheit macht Prognosen schwierig.
Für Anleger bedeutet das: Die bisherige Konzentration auf große Wachstumstitel reicht nicht mehr. Portfolios müssen breiter aufgestellt werden. Werte aus der zweiten Reihe, Value-Titel und Märkte wie die Schweiz oder Brasilien gewinnen an Bedeutung. Gold bleibt als natürliche Versicherung in unruhigen Zeiten unverzichtbar. Die Kunst wird sein, Kundenportfolios in diesem volatilen Umfeld ausgewogen zu positionieren – zwischen Wachstumschancen und Absicherung.