Altersteilzeit Privatbanken und Verdi wehren sich gegen die Reform

Die Skyline von Frankfurt am Main. Der Pläne der Rentenkommision betreffen auch hier viele Mitarbeiter.

Die Skyline von Frankfurt am Main. Der Vorschläge der Rentenkommision betreffen auch hier viele Mitarbeiter. Bildquelle: Imago Images / HMB-Media

Die privaten Banken in Deutschland stellen sich gegen die geplante Abschaffung des Blockmodells bei der Altersteilzeit. Wie die Börsen-Zeitung berichtet, hätten der Arbeitgeberverband AGV Banken und die Gewerkschaft Verdi (ver.di) übereinstimmend gewarnt, ein sozialverträglicher Arbeitsplatzabbau im Sektor werde durch die Streichung massiv erschwert.

Hintergrund ist der Empfehlungskatalog der Alterssicherungskommission, häufig Rentenkommission genannt. Am 23. Juni 2026 empfahl das Gremium, das Blockmodell abzuschaffen und das Mindestalter für die Altersteilzeit von 55 auf 58 Jahre anzuheben. Beim Blockmodell arbeiten Beschäftigte in der ersten Phase weiter in Vollzeit und sind in der zweiten vollständig freigestellt. Bestehen bliebe allein das Gleichverteilungsmodell, bei dem Arbeitszeit und Freistellung über die gesamte Laufzeit gleichmäßig aufgeteilt werden. Der Koalitionsausschuss will die Empfehlungen bis Ende 2026 in ein Gesetz überführen.

 

Seltene Einigkeit der Tarifparteien

Das Blockmodell zählt im privaten Bankgewerbe zu den wichtigsten Wegen, Personal ohne betriebsbedingte Kündigungen abzubauen. Laut Börsen-Zeitung hätten zuletzt rund 12 Prozent der Beschäftigten der Branche das Instrument genutzt. Dass sich Arbeitgeber und Gewerkschaft – in Tarifrunden regelmäßig Gegner – geschlossen gegen den Vorstoß stellten, ist bemerkenswert.

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