Studie von KPMG Schweizer Privatbanken haben weiter zu kämpfen

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Weil die Privatbanken ihre Kernkundensegmente neu ausgerichtet und gleichzeitig ihre Zielkundensegmente enger definiert haben, ging die Nachfrage nach Übernahmen auf Käuferseite zurück, während auf Verkäuferseite zu hohe Erwartungen hinsichtlich des Verkaufspreises vorherrschten.

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Die Umwälzungen im Schweizer Privatbankengeschäft haben vor allem kleinere Institute stark getroffen: 80 Prozent (41 von 51) der in der Schweiz tätigen Privatbanken, die in den letzten Jahren vom hiesigen Markt verschwunden sind oder sich zurückgezogen haben, zählen zu den kleinen Geldhäusern.

Der Medianwert der Eigenkapitalrendite in der Gruppe der sogenannten Weak Performer, also der Gruppe der schwächsten Privatbanken, lag 2016 bei -9 Prozent. Davon sind 83 Prozent kleine Privatbanken. Es ist deshalb zu erwarten, dass weitere kleine Privatbanken von der Bildfläche verschwinden werden.

Seit 2010 hat sich die Anzahl der in der Schweiz tätigen Privatbanken drastisch verringert. KPMG Clarity on Performance of Swiss Private Banks


Es haben sich aber der Studie zufolge auch vereinzelte kleine Nischenanbieter herauskristallisiert, die sich sehr gut entwickeln und per Ende 2016 nahezu die Hälfte der sogenannten Strong Performer ausmachten. Auch bei den Weak Performern, die 2015 noch den größten Performance-Cluster bildeten, haben einige Banken – auch kleine – spürbare Fortschritte erzielen können und sind entsprechend in den Lower-Mid-Cluster aufgestiegen, der 2016 neu die größte Performance-Kategorie ausmachte – allerdings auch aufgrund der Tatsache, dass sich die Performance einer beutenden Zahl von Privatbanken aus dem Upper Mid-Cluster verschlechtert hat.

 
Über die Studie:
KPMG Schweiz erstellt die Privatbankenstudie bereits seit sieben Jahren in Zusammenarbeit mit der Universität St. Gallen. Mit 85 von insgesamt 114 Häusern erfasst die Untersuchung 75 Prozent der eidgenössischen Privatbanken, mit 1,6 Billionen Schweizer Franken Assets under Management per Ende 2016.

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