Premiere geglückt Pensionskassen greifen bei Pfandbriefdebüt der OLB zu

Rainer Polster wechselte 2018 nach 20 Jahren bei der Deutschen Bank ins Führungsteam der OLB. | © OLB

Rainer Polster wechselte 2018 nach 20 Jahren bei der Deutschen Bank ins Führungsteam der OLB. Foto: OLB

Die Oldenburgische Landesbank (OLB) hat zum ersten Mal in ihrer 150-jährigen Geschichte Pfandbriefe begeben. Die Tochter der Bremer Kreditbank, hinter der der US-amerikanische Finanzinvestor Apollo Global Management steht, beziffert das Volumen der Erstemission auf mehr als 100 Millionen Euro.

Wie das Unternehmen berichtet, kam die Nachfrage nach den neuen OLB-Titeln von institutionellen Anlegern wie Pensionskassen, Versorgungswerken und Versicherungen sowie von Sparkassen und anderen Banken. Zuvor hatte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) der OLB das Recht zur Pfandbriefausgabe, das sogenannte Pfandbriefprivileg, erteilt. Damit attestiert die Bafin der OLB, dass sie in der Lage ist, bestimmte gesetzlich festgelegte Qualitätsanforderungen an das Pfandbriefgeschäft zu erfüllen. 

Die Laufzeit der Pfandbriefe ist nicht einheitlich. Anleger hätten sich entweder für die Tranche mit zehn Jahren beziehungsweise 15 Jahren Laufzeit entschieden. Zur Rendite ihrer Pfandbriefe machte die OLB keine konkrete Aussage, sondern blieb diskret: Die Verzinsung sei für Anleger attraktiv, weil sie oberhalb des jeweiligen Swap-Referenzzinssatzes liege. 

Rainer Polster, Generalbevollmächtigter der OLB, sieht in der „gelungenen Premierenplatzierung des Pfandbriefes einen wichtigen Schritt in Richtung weiterer Ausgewogenheit der Refinanzierung der OLB, aber auch im Hinblick auf den sukzessiven Ausbau unseres Kapitalmarktauftritts“. 

Die OLB begibt Pfandbriefe zur Refinanzierung von Krediten, die mit Grundpfandrechten besichert sind. Pfandbriefe stünden als krisen- und insolvenzgeschützte Titel in allen Marktlagen für eine hohe Zuverlässigkeit und sie wiesen eine makellose Kredithistorie am Finanzplatz Deutschland vor, so die OLB. Pfandbriefe seien auch für die begebende Bank attraktiv, da sich die Refinanzierungskosten gegenüber anderen Möglichkeiten wie Schuldscheindarlehen deutlich verringerten.