Analyse Preisblasen am deutschen Immobilienmarkt wachsen

Das beliebte Viertel Oberkassel in Düsseldorf

Das beliebte Viertel Oberkassel in Düsseldorf: In der Rheinmetropole existiert eine Preisblase im Wohn- und Bürobereich Foto: Imago Images / Arcaid Images

Das Unternehmen 21st Real Estate, ein Anbieter für webbasierte Softwarelösungen zur Markt- und Standortbewertung und Portfolioanalyse, hat die Gefahr von Preisblasen der Assetklassen Wohnen, Büro und Einzelhandel untersucht. Unterm Strich kommen die Analysten aus Berlin zu dem Ergebnis, das Preisblasen in allen drei Bereichen existieren. Am stärksten ist der Wohnungsmarkt betroffen.

Die Berechnung basiert auf quartalsweisen Indexreihen von Verkaufspreisen und Mieten der Assetklassen Wohnen, Büro und Einzelhandel für 11.006 deutsche Städte und Gemeinden. Die Indizes beruhen auf 8.473.788 verschiedenen Angebotsbeobachtungen und decken den Zeitraum vom ersten Quartal 2011 bis zum zweiten Quartal 2021 ab.

Für 20,3 Prozent aller untersuchten deutschen Städte und Gemeinden wurde demnach eine Marktüberhitzung im Bereich Wohnimmobilien festgestellt. Auf dem Büroimmobilienmarkt sind 8,7 Prozent und auf dem Einzelhandelsimmobilienmarkt 1,6 Prozent betroffen. Zur Berechnung der Gefahr einer Preisblasen wurde untersucht, ob sich die Verkaufspreise explosionsartig von den Mieten entkoppelt haben.


Auf dem Wohnungsmarkt hat sich der Anteil an Städten und Gemeinden mit der Gefahr eine Preisblase zu bilden von knapp fünf Prozent im Jahr 2017 auf mehr als 20 Prozent im zweiten Quartal 2021 erhöht. Fünf der sieben A-Städte zeigen ein erhöhtes Risiko einer Preisblase: Düsseldorf, Hamburg, Köln, München und Stuttgart. In den B- und C-Städten nimmt die Blasengefahr hingegen seit Mitte 2020 wieder ab, in den übrigen Städten und Gemeinden hingegen kontinuierlich zu. Düsseldorf ist die einzige deutsche Metropole, die eine Preisblase im Segment der Büroimmobilien aufweist. In Hamburg hat sich die Gefahr von Preisübertreibungen im Bürosegment zuletzt deutlich abgekühlt.

Insgesamt ist der Anteil an deutschen Städten und Gemeinden mit Gefahr einer Überhitzung seit Ausbruch der Coronavirus-Pandemie Mitte 2020 deutlich angestiegen von 2,9 Prozent im dritten Quartal 2020 auf 8,7 Prozent im zweiten Quartal 2021. Auf dem Einzelhandelsimmobilienmarkt zeigt keine der sieben A-Städte Anzeichen einer Überhitzung. Dafür verzeichnen die B- und die übrigen Städte und Gemeinden im zweiten Quartal 2021 einen sprunghaften Anstieg der Gefahr einer Preisblase in diesem bereich.

Die gesamte Analyse finden Sie hier: https://www.21re.de/marktberichte