Podcast Mit dem Konfirmationsgeld in SpaceX: Wie ein 15-Jähriger investiert

Schulpraktikant Matti spricht im Podcast über seinen Blick aufs Geld

Schulpraktikant Matti spricht im Podcast über seinen Blick aufs Geld Bildquelle: Edelstoff Media

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Als Matti vor gut einem Jahr konfirmiert wurde, lag plötzlich ein vierstelliger Betrag auf seinem Konto. Die meisten 15-Jährigen hätten das Geld in Sneaker oder ein neues Handy verwandelt. Matti kaufte SpaceX, gemeinsam mit seiner Mutter, noch vor dem Börsengang. Einen Teil hat er inzwischen wieder verkauft, „ganz früh“ und mit gutem Gewinn, wie er erzählt.

Matti ist Schulpraktikant beim Podcast „For Professional Investors Only“ und im Gespräch mit Host Malte Dreher wird schnell klar, dass hier kein typischer Teenager sitzt. Er führt zwei Konten, eines fürs Alltägliche, eines für Krypto. Warum ausgerechnet Kryptowährungen? „Weil mir das Sicherheit bringt“, sagt er. Ein Satz, über den mancher Profi-Investor stolpern dürfte.

Für Matti ist Geld vor allem eines: Freiheit. Es ist das erste Wort, das ihm zum Thema einfällt, und für ihn das Wichtigste im Leben – die Möglichkeit, zu reisen, wann immer er will. Später, sagt er, werde Geld für ihn sogar schwerer wiegen als Leidenschaft im Beruf. Er wolle seiner künftigen Familie Urlaube ermöglichen. Sparen dagegen ist nicht sein Ding: Die 50 Euro Taschengeld pro Woche sind meist nach der zweiten Woche weg, das meiste fließt in Klamotten.

 

Interessant wird es dort, wo Matti sein Wissen herholt. In der Schule habe er "eigentlich echt nichts" über Geld gelernt. Den Großteil bekomme er von seinen Eltern mit, die arbeiten beide in der Finanzbranche. „Dann hast du Glück“, stellt Dreher trocken fest. Denn genau hier liegt die Lücke: Wer keine Banker als Eltern hat, ist auf andere Quellen angewiesen. Und die heißen bei Matti Tiktok und Youtube.

Ob ein Creator vertrauenswürdig ist, macht er unter anderem am blauen Haken fest – verifiziert gleich glaubwürdig. Manche dieser Influencer hält er sogar für kompetenter als seine Lehrer: Die seien „wahrscheinlich finanziell gelehrt, nicht wie die Lehrer“. Ein Urteil, das einen größeren Trend spiegelt. Während deutsche Schulen bei der Finanzbildung weitgehend passen, übernimmt eine Generation von Finanz-Influencern den Job, mit allen Chancen und Risiken.

Reflektiert wirkt Matti trotzdem, etwa bei SpaceX. Elon Musk sei „eine sehr kontroverse Person, die man nicht immer unterstützt“, sagt er – das Unternehmen und die Raumfahrt findet er dennoch überzeugend genug fürs Investment. Sein Rat an die erwachsenen Deutschen? Sich richtig informieren und so früh wie möglich anfangen anzulegen.

Bleibt die Frage, ob Matti die Ausnahme ist oder die Vorhut – Vorbote einer Generation, die früher investiert, mehr riskiert und ihr Finanzwissen aus dem Feed zieht. Warum Krypto für ihn Sicherheit bedeutet und worauf er als Nächstes setzt, darüber spricht Matti im Podcast.

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