Jánszky erläutert, dass Zukunftsforschung keine Prognose aus Datenmodellen oder Statistik ist, sondern auf qualitativen Tiefeninterviews mit den tatsächlichen Entscheidungsträgern globaler Schlüsselindustrien basiert. Aus diesen Interviews entstehen wahrscheinliche Zukunftsbilder, die über eine strukturierte Methodik – inklusive der sogenannten Future Forces Map – systematisch verdichtet werden.
Im weiteren Verlauf zeigt Jánszky wie diese Zukunftsbilder konkret genutzt werden: einerseits zur Entwicklung robuster Unternehmensstrategien mittels Backcasting, andererseits als Grundlage für frühe Deep-Tech-Investments in Feldern wie KI, Quantencomputing, Kernfusion, Genetik oder Kryokonservierung. Anhand konkreter Beispiele wird deutlich, wie frühzeitiger Zugang zu Forschungsteams einen strukturellen Informationsvorsprung schafft.
Abschließend diskutieren Hammes und Jánszky die großen säkularen Kräfte unserer Zeit – geopolitische Fragmentierung, Aufstieg Chinas, Demografie, Klimawandel und technologische Disruption – und kommen zu dem ernüchternden Befund, dass Europa und insbesondere Deutschland über kein konsistentes Zukunftsbild verfügen, während andere Weltregionen langfristig planen und handeln.
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