„Das große Bild“ Folge 148: Mit Robert Halver im Freibad an der Wallstreet

Christian Hammes im Gespräch mit Robert Halver von der Baader Bank.

Christian Hammes spricht mit Robert Halver von der Baader Bank.

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Ausgangspunkt der aktuellen Folge ist der Blick auf Deutschland und Europa: Robert Halver kritisiert gebrochene Reformversprechen, Überregulierung und Staatswirtschaftstendenzen und warnt, dass gute Schulden nur dann „gut“ sind, wenn sie konsequent in Infrastruktur, Standortqualität und marktwirksame Reformen fließen – nicht in konsumtive Programme. Gleichzeitig beschreibt er, wie der Reformstau und hohe Energie- und Lohnnebenkosten zu einem schleichenden Ausverkauf von Mittelstand und Know-how führen, während internationale Investoren Europa eher opportunistisch als strategisch entdecken. 

Zudem richtet sich der Blick auf die großen makroökonomischen Linien: China kämpft mit Deflation, Immobilienkrise und gebremstem Konsum, während andere Schwellenländer wie Indien, Mexiko oder Brasilien von schwachem Dollar, neuem geopolitischen Gewicht und US-Interesse profitieren. Parallel dazu nimmt Halver den schwachen US-Dollar, die explodierende US-Staatsverschuldung und die politisierte Rolle der Notenbanken auseinander: Die Fed fungiert als „weißer Elefant“, der eine Schuldenkrise notfalls mit Liquidität verhindert; die EZB wiederum wird zur Instanz, die über Anleihekäufe und niedrige Zinsen die hochverschuldeten Euroländer stabil hält – mit der Konsequenz, dass Preisstabilität de facto hinter Finanz- und Konjunkturstabilität zurücktritt.

Überdies geht es um Technologie, KI und die neue Marktstruktur: Halver zeichnet nach, wie US-Tech- und KI-Konzerne – politisch gestützt und eng mit Washington verzahnt – zum zentralen Wachstumsmotor geworden sind. Ohne KI-Investitionen wäre die US-Wirtschaft vermutlich in der Rezession, während die Gewinne der Tech-Giganten die Indizes dominieren und ihre Gewichte weiter steigen lassen. Für Anleger bedeutet das: An Aktien – insbesondere an Technologiewerten – führt angesichts strukturell niedriger Realrenditen bei Anleihen, hoher globaler Liquidität und fehlender sicherer Alternativen kaum ein Weg vorbei. Korrekturen sieht Halver als wahrscheinlich, aber temporär; die eigentliche Leitplanke bleibe das unausgesprochene Versprechen der Notenbanken: „Wo die Not am größten, ist die Notenbank am nächsten.“


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**Disclaimer:**
Die in diesem Beitrag enthaltenen Informationen stellen keine Anlageberatung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzprodukten dar. Geldanlagen sind mit Risiken verbunden – bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals. Bitte informieren Sie sich sorgfältig, bevor Sie Investitionsentscheidungen treffen

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