Platzhirsch USA Globales Pensionsvermögen schrumpft

Das Thinking Ahead Institute analysiert im Auftrag von Willis Towers Watson das globale Pensionsvermögen.  | © Screenshot

Das Thinking Ahead Institute analysiert im Auftrag von Willis Towers Watson das globale Pensionsvermögen. Foto: Screenshot

Das Anlagevolumen der 22 größten Pensionsmärkte der Welt ist im vergangenen Jahr um 3,3 Prozent auf 40,1 Billionen US-Dollar geschrumpft. Grund für das Minus ist vor allem der Rückgang an den Aktienmärkten. Das geht aus einer aktuellen Studie des Thinking Ahead Institute im Auftrag von Willis Towers Watson hervor. Die sieben größten Pensionsmärkte sind Australien, Kanada, Japan, die Niederlande, die Schweiz, Großbritannien und die USA. Auf diese Länder entfallen 36,5 Billionen US-Dollar und damit 91 Prozent des gesamten Pensionsvermögens der 22 Nationen. 

Die USA sind der mit Abstand größte Pensionsanlagen-Markt der Welt. 

Die Vereinigten Staaten sind der mit Abstand größte Pensionsanlagen-Markt der Welt. Er repräsentiert mit 61,5 Prozent fast zwei Drittel des gesamten Pensionsvermögens auf dem Erdball, gefolgt von Japan and Großbritannien mit einem Anteil von 7,7 Prozent beziehungsweise 7,1 Prozent. 

Im Vergleich zwischen Pensionsvermögen und Bruttoinlandsprodukt schneiden vor allem die Niederlande besonders gut ab. Das angesammelte Pensionsvermögen entspricht 167 Prozent der Wirtschaftsleistung des Landes. Australien und die Schweiz besetzen in diesem Vergleich die Plätze zwei und drei mit 131 Prozent beziehungsweise 126 Prozent.

Die Untersuchung der globalen Pensionslandschaft zeigt unter anderem auch, dass sich die sogenannte Beitragszusage der Arbeitgeberseite immer mehr durchsetzt. Inzwischen entfällt in den sieben größten Pensionsmärkten jeder zweite Rentenplan auf die Beitragszusage (defined contribution). Hier liegen die Risiken der Kapitalanlage beim Arbeitnehmer und nicht beim Arbeitgeber – wie das bei den traditionell weit verbreiteten Leistungszusagen (defined benefit) der Fall ist. 

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Auf einen Blick: Anlagestruktur und Art der Rentenzusage 
 

Aktienquote schrumpft 

Besonders hoch ist die Aktienquote bei den Pensionsplänen in Australien und den USA mit 47 Prozent beziehungsweise 43 Prozent. Die Pensionspläne in den Niederlanden, Großbritannien und Japan haben dagegen Anleihen höher als der Durchschnitt gewichtet. Ausgewogen ist der Anteil von Aktien, Anleihen und weiteren Anlagen bei den Pensionsplänen in der Schweiz. 

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Innerhalb von zwei Dekaden sank die Aktienquote um 20 Prozentpunkte. Im Gegenzug nahm der Anteil der alternativen Anlagen um 19 Prozentpunkte zu.

Die durchschnittliche Asset-Allokation der Pensionspläne in den sieben größten Märkten der Welt sieht so aus: 40 Prozent der Anlagen sind in Aktien investiert, 31 Prozent in Anleihen. Weitere 26 Prozent sind breit gestreut, etwa über alternative Investments wie Immobilien. Zum Vergleich: Vor 20 Jahren lag die Aktienquote noch bei 60 Prozent. Im Gegenzug nahm der Anteil der alternativen Anlagen um 19 Prozentpunkte zu.


Über die Studie: 
Für die Global Pension Asset Study analysiert das Think Ahead Institute im Auftrag des Beratungshauses Willis Towers Watson einmal pro Jahr die globalen Pensionsmärkte und erörtert regionale Entwicklungen beim Pensionsvermögen und in der Kapitalanlagestruktur.