Performance-Korridor Diese Vermögensverwalter liegen nach dem ersten Halbjahr 2026 vorn

Halbjahresbilanz 2026 – Zwischen Unsicherheit und Erholung

Die Tabelle ist eine Übersicht aller vier Risikoprofile.

Die Tabelle ist eine Übersicht aller vier Risikoprofile. © Breidenbach von Schlieffen & Co.

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Das erste Halbjahr 2026 war an den Kapitalmärkten von einer spürbaren Zweiteilung geprägt. Nach einem schwächeren und von hoher Unsicherheit geprägten Jahresauftakt konnten sich viele Aktienmärkte ab dem Frühjahr deutlich erholen. Belastend wirkten zunächst geopolitische Risiken, handelspolitische Spannungen, zeitweise stark gestiegene Energiepreise sowie die Sorge vor länger erhöhten Zinsen. Im weiteren Jahresverlauf überwogen jedoch wieder robuste Unternehmensgewinne, anhaltende Investitionen in künstliche Intelligenz und eine insgesamt widerstandsfähige Konjunktur.

Der breit aufgestellte amerikanische S&P 500 legte seit Jahresbeginn um rund 9,3 Prozent zu und näherte sich im Verlauf des zweiten Quartals erneut seinen historischen Höchstständen. Besonders stark entwickelte sich der Nasdaq 100, der seit Jahresbeginn um rund 20,1 Prozent zulegte und erneut von großen Technologie- und Halbleiterwerten profitierte.

Europäische Aktien konnten im ersten Halbjahr ebenfalls zulegen, entwickelten sich jedoch uneinheitlicher. Der paneuropäische Stoxx Europe 600 gewann seit Jahresbeginn rund 7,7 Prozent, während der deutsche Leitindex Dax mit einem Plus von rund 1,9 Prozent deutlich hinter der europäischen Entwicklung zurückblieb.

Auf Sektorebene standen erneut Technologie, Halbleiter und KI-Infrastruktur im Fokus. Die großen US-Technologiekonzerne untermauerten den langfristigen Wachstumstrend in Cloud, Rechenzentren und künstlicher Intelligenz. Gleichzeitig nahm die Sensibilität der Anleger gegenüber hohen Investitionsausgaben zu. Während Unternehmen mit klarer Monetarisierung und steigenden Margen weiter belohnt wurden, gerieten Titel mit hohen Bewertungsniveaus und unsicherer Kapitalrendite zwischenzeitlich stärker unter Druck.

Anspruchsvolles Umfeld für Fixed Income 

An den Anleihemärkten blieb das Umfeld anspruchsvoll. Nachdem die EZB ihren Zinssenkungszyklus im Juni 2025 beendet hatte, überraschte sie im Juni 2026 mit einer erneuten Zinsanhebung um 25 Basispunkte auf einen Einlagensatz von 2,25 Prozent, begründet mit geopolitisch bedingten Inflationsrisiken. Auch die Fed hielt an ihrem abwartenden Kurs fest, ohne im bisherigen Jahresverlauf Zinssenkungen vorzunehmen. Für defensive und ausgewogene Mischfonds bedeutete dies weiterhin ein herausforderndes Umfeld, da Anleihen nur begrenzt als stabilisierender Faktor wirkten.

Auch an den Rohstoff- und Devisenmärkten blieb die Lage volatil. Der Ölpreis stieg im Zuge der geopolitischen Spannungen zeitweise deutlich an, gab zum Halbjahresende jedoch wieder spürbar nach. Brent-Rohöl notierte Ende Juni im Bereich von rund 72 US-Dollar je Barrel. Gold profitierte zeitweise von erhöhter Unsicherheit, verlor im Juni jedoch deutlich an Dynamik. Der Euro notierte zum Ende des Halbjahres bei rund 1,14 US-Dollar. Für eurobasierte Anleger in US-Aktien spielten Währungseffekte damit weiterhin eine wichtige Rolle und beeinflussten die in Euro gemessene Performance internationaler Strategien.

 

In diesem vielschichtigen Marktumfeld analysiert Breidenbach von Schlieffen, welchen Fondsmanagern es im bisherigen Jahresverlauf gelang, die Markterholung aktiv zu nutzen, Risiken zu begrenzen und zugleich an den wesentlichen Trends des Kapitalmarktes zu partizipieren. Insgesamt werden im Rahmen des Performancekorridors 179 vermögensverwaltende Fonds in den Risikoklassen Defensiv, Ausgewogen, Dynamisch und Risiko analysiert. Im Zeitraum seit Jahresbeginn konnten 157 Fonds unsere Benchmark aus Dax und Rex übertreffen. Die internationale Benchmark haben 53 Fonds geschlagen.

Eine genaue Analyse finden Sie auf der Website des Vermögensverwaltervergleichs. Dort können Sie den Zeitraum seit Jahresanfang nach Performance, Volatilität, Sharpe Ratio und Maximum Drawdown auswerten.

Vermögensverwaltende Konzepte belastbar zu vergleichen, schafft man nur da, wo sie in vermögensverwaltenden Fonds daherkommen. Mithilfe des Performance Korridors vom Family Office Breidenbach von Schlieffen & Co. schaut das private banking magazin regelmäßig auf den Wettbewerb und ordnet die Leistungen ein. Dieses Mal die besten, mittleren und schlechtesten Vermögensverwalter sortiert nach ihrer Performance im Zeitraum Year-to-Date (01.01.2026 – 30.06.2026). Die obige Tabelle ist eine Übersicht aller vier Risikoprofile.

Was man wissen muss:

Das Family Office Breidenbach von Schlieffen & Co. analysiert nur vermögensverwaltende Konzepte, die mindestens 100 Millionen Euro Assets under Management und einen Track Record von 5 Jahren haben. Neben der quantitativen Analyse findet auch eine qualitative Analyse der Konzepte statt, so dass nicht adäquate oder schlechte Konzepte im Vorwege aussortiert werden. Dies führt zu einem „Qualitäts-Bias“, der dazu führt, dass die schlechtesten Verwalter der Analyse nicht die schlechtesten Verwalter des Marktes widerspiegeln. Derzeit werden 179 VV-Konzepte abgebildet. Datenquelle ist Reuters, verarbeitet werden die Daten mittels Qplix. Entsprechend erfolgt die Berechnung der Volatilität nach der Qplix-Methode (250 Tage).

In den Performance-Daten werden keine Kosten für Depotverwahrung und Transaktionen berücksichtigt.

Quelle:
Die Daten hat freundlicherweise Patrick Schefe vom Family Office Breidenbach von Schlieffen & Co. zur Verfügung gestellt. Den vollständigen Vergleich als PDF-Datei können Sie hier herunterladen.

Die dargestellten Wertentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Dieses Dokument dient ausschließlich Informationszwecken und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Anlageempfehlung oder ein Angebot zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar.

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