Performance-Korridor Vermögensverwalter überzeugen im April

Die obige Tabelle ist eine Übersicht aller vier Risikoprofile.

Die obige Tabelle ist eine Übersicht aller vier Risikoprofile. © Breidenbach von Schlieffen & Co.

>> Grafik vergrößern

Nach dem deutlichen Rücksetzer im März zeigten sich die Kapitalmärkte im April wieder freundlicher. Viele Aktienindizes konnten einen Teil ihrer Verluste aufholen, ohne dass sich die grundlegenden Belastungsfaktoren vollständig aufgelöst hätten. Weiterhin prägten geopolitische Risiken, erhöhte Energiepreise und handelspolitische Unsicherheit das Marktumfeld.

Der breit aufgestellte amerikanische S&P 500 legte im April um 10,5 Prozent zu und markierte zum Monatsende ein neues Allzeithoch. Auch der technologielastige Nasdaq Composite verzeichnete mit 15,3 Prozent ein sehr starkes Monatsplus. Allerdings wurde die Erholung in den USA erneut stark von wenigen großen Technologie- und KI-nahen Unternehmen getragen: Der gleichgewichtete S&P 500 stieg lediglich um 6,0 Prozent und blieb damit deutlich hinter dem kapitalisierungsgewichteten Index zurück.

Europas Aktien gewannen, aber weniger als US-Titel 

Auch europäische Aktien konnten zulegen, blieben jedoch hinter dem US-Markt zurück. Der paneuropäische Stoxx Europe 600 gewann im April rund 5,6 Prozent, während der deutsche Leitindex Dax um etwa 7,1 Prozent zulegte. Damit zeigte sich zwar eine klare Erholung gegenüber dem schwachen März, die Marktbewegung blieb jedoch weiterhin von erhöhter Unsicherheit begleitet.

Auf Sektorebene profitierten vor allem wachstums- und technologienahe Unternehmen. Rückenwind kam dabei auch von den jüngsten Quartalszahlen der großen US-Technologiekonzerne. Alphabet, Amazon und Microsoft überzeugten mit robustem Cloud- und KI-Wachstum, während Meta trotz starker operativer Zahlen wegen der hohen Investitionen in KI-Infrastruktur kritischer bewertet wurde.

Insgesamt bestätigten die Ergebnisse zwar den langfristigen KI-Investmentcase, machten aber zugleich deutlich, dass Anleger zunehmend auf die Profitabilität der hohen Investitionen achten.

An den Rohstoff- und Devisenmärkten blieb die Lage angespannt. Der Ölpreis blieb aufgrund der Risiken im Nahen Osten ein zentraler Belastungsfaktor; Brent-Rohöl notierte zum Monatsende wieder deutlich oberhalb von 100 US-Dollar je Barrel. Gold tendierte im April dagegen schwächer. Der Euro lag zum Monatsende bei rund 1,17 US-Dollar, wodurch eurobasierte Anleger in US-Aktien einen Teil der starken Aktienmarktentwicklung durch negative Währungseffekte verloren.

Vor diesem Hintergrund analysiert Breidenbach von Schlieffen, welchen Fondsmanagern es im April gelang, die Markterholung aktiv zu nutzen, und welche Strategien trotz des verbesserten Umfelds zurückblieben. Insgesamt werden im Rahmen des Performancekorridors 179 vermögensverwaltende Fonds in den Risikoklassen Defensiv, Ausgewogen, Dynamisch und Risiko analysiert. Die Vermögensverwalter schlugen sich im April insgesamt gut: 104 Fonds konnten unsere Benchmark aus Dax und Rex übertreffen. Die internationale Benchmark wurde sogar von 143 Fonds geschlagen.

Eine genaue Analyse kann man auf der Website des Vermögensverwaltervergleichs. Dort können Sie den Zeitraum seit Jahresanfang nach Performance, Volatilität, Sharpe Ratio und Maximum Drawdown auswerten.

Vermögensverwaltende Konzepte belastbar zu vergleichen, schafft man nur da, wo sie in vermögensverwaltenden Fonds daherkommen. Mithilfe des Performance Korridors vom Family Office Breidenbach von Schlieffen & Co. schaut das private banking magazin regelmäßig auf den Wettbewerb und ordnet die Leistungen ein. Dieses Mal die besten, mittleren und schlechtesten Vermögensverwalter sortiert nach ihrer Performance über den vergangenen Monat (01.04.2026 – 30.04.2026). Die obige Tabelle ist eine Übersicht aller vier Risikoprofile.

 

Was man wissen muss:

Das Family Office Breidenbach von Schlieffen & Co. analysiert nur vermögensverwaltende Konzepte, die mindestens 100 Millionen Euro Assets under Management und einen Track Record von 5 Jahren haben. Neben der quantitativen Analyse findet auch eine qualitative Analyse der Konzepte statt, so dass nicht adäquate oder schlechte Konzepte im Vorwege aussortiert werden.

Dies führt zu einem „Qualitäts-Bias“, der dazu führt, dass die schlechtesten Verwalter der Analyse nicht die schlechtesten Verwalter des Marktes widerspiegeln. Derzeit werden 179 VV-Konzepte abgebildet. Datenquelle ist Reuters, verarbeitet werden die Daten mittels Qplix. Entsprechend erfolgt die Berechnung der Volatilität nach der Qplix-Methode (250 Tage).

In den Performance-Daten werden KEINE Kosten für Depotverwahrung und Transaktionen berücksichtigt.

Breidenbach von Schlieffen & Co. hat seinen regelmäßig veröffentlichten Vermögensverwaltervergleich aktualisiert. Dieser soll nun noch tiefere Einblicke bieten. Klicken Sie hier, um den gesamten überarbeiteten Performance-Korridor zu erhalten.

Quelle:
Die Daten hat freundlicherweise Dr. Marc Breidenbach vom Family Office Breidenbach von Schlieffen & Co. zur Verfügung gestellt. Den kompletten Vergleich als PDF-Datei können Sie hier erunterladen.

 

 

Mehr zum Thema

nach oben