Platz 10 – Goldman Sachs Asset Management (58,7 Milliarden US-Dollar)
Die zehn größten Private-Equity-Gesellschaften der Welt warben in den vergangenen fünf Jahren gemeinsam 854,6 Milliarden US-Dollar von externen Investoren ein – ein Viertel des gesamten PEI-300-Volumens von 3,55 Billionen US-Dollar. Den Anfang macht Goldman Sachs Asset Management (GSAM), das vier Ränge auf Platz 10 klettert und 58,7 Milliarden US-Dollar einsammelte. Die Private-Equity-Plattform der US-Investmentbank umfasst Buyouts, Growth Equity, GP-Stakes-Investitionen über die Petershill-Strategie sowie Secondaries über die West-Street-Strategie. Den Anstieg trieben Secondaries, Growth Equity und zusätzliche Separately Managed Accounts.
Steckbrief:
- Gründung der PE-Plattform: vor über 30 Jahren
- Hauptsitz: New York
- Börsenkürzel: GS (NYSE), als Teil des Goldman-Sachs-Konzerns
- Schwerpunkte: Buyouts, Growth Equity, GP Stakes (Petershill), Secondaries (West Street)
Einordnung: GSAM ist die einzige Gesellschaft in den Top 10, die als integrierter Teil eines börsennotierten Universalbank-Konzerns operiert. Das verschafft ihr Zugang zum globalen Goldman-Sachs-Netzwerk, wirft aber zugleich strukturelle Fragen zu Interessenkonflikten und Mandatsvergabe auf, die unabhängige Häuser nicht in gleicher Form haben.
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Platz 10 – Goldman Sachs Asset Management (58,7 Milliarden US-Dollar)
Die zehn größten Private-Equity-Gesellschaften der Welt warben in den vergangenen fünf Jahren gemeinsam 854,6 Milliarden US-Dollar von externen Investoren ein – ein Viertel des gesamten PEI-300-Volumens von 3,55 Billionen US-Dollar. Den Anfang macht Goldman Sachs Asset Management (GSAM), das vier Ränge auf Platz 10 klettert und 58,7 Milliarden US-Dollar einsammelte. Die Private-Equity-Plattform der US-Investmentbank umfasst Buyouts, Growth Equity, GP-Stakes-Investitionen über die Petershill-Strategie sowie Secondaries über die West-Street-Strategie. Den Anstieg trieben Secondaries, Growth Equity und zusätzliche Separately Managed Accounts.
Steckbrief:
- Gründung der PE-Plattform: vor über 30 Jahren
- Hauptsitz: New York
- Börsenkürzel: GS (NYSE), als Teil des Goldman-Sachs-Konzerns
- Schwerpunkte: Buyouts, Growth Equity, GP Stakes (Petershill), Secondaries (West Street)
Einordnung: GSAM ist die einzige Gesellschaft in den Top 10, die als integrierter Teil eines börsennotierten Universalbank-Konzerns operiert. Das verschafft ihr Zugang zum globalen Goldman-Sachs-Netzwerk, wirft aber zugleich strukturelle Fragen zu Interessenkonflikten und Mandatsvergabe auf, die unabhängige Häuser nicht in gleicher Form haben.
Zur Methodik: Das PEI-300-Ranking misst ausschließlich das bei Dritten eingeworbene Kapital für direkte Private-Equity-Investitionen über die jeweils vergangenen fünf Kalenderjahre (hier: 2021–2025). Die im Text genannten Gesamtzahlen zum verwalteten Vermögen (AUM) beziehen sich auf alle Anlageklassen der jeweiligen Gesellschaft und liegen daher teils deutlich über den Fundraising-Beträgen des Rankings. Für alle AUM-Angaben gilt der Stand Q1 2026 beziehungsweise Ende 2025, sofern aktuellere Zahlen nicht verfügbar sind.
Platz 9 – Advent International (59,3 Milliarden US-Dollar)
Advent International verbessert sich um sieben Ränge auf Platz 9 und warb 59,3 Milliarden US-Dollar ein. Der Bostoner Spezialist für grenzüberschreitende Buyouts verwaltet rund 100 Milliarden US-Dollar und hat seit seiner Gründung 1984 mehr als 375 Transaktionen in 42 Ländern abgeschlossen.
Steckbrief:
- Gründungsjahr: 1984 (Ausgliederung aus TA Associates durch Peter Brooke)
- Hauptsitz: Boston
- Börsenstatus: privat
- Mitarbeiter: rund 475, davon über 240 Investmentprofis in 14 Büros in 11 Ländern
- Schwerpunkte: Business- und Financial Services, Healthcare, Industrials, Technologie, Retail/Consumer
- Flagship-Fonds: GPE X (25 Milliarden US-Dollar)
- Bekannte Portfoliounternehmen: TK Elevator, Culligan, Heidrick & Struggles
Einordnung: Advent ist für seine konsequente regionale Diversifikation bekannt und investiert aktiv in Nordamerika, Europa, Lateinamerika und Asien – ein Ansatz, den nur wenige Private-Equity-Gesellschaften mit vergleichbarer Disziplin verfolgen. Der Sprung um sieben Ränge ist einer der auffälligsten Bewegungen im gesamten Ranking.
Platz 8 – General Atlantic (59,5 Milliarden US-Dollar)
General Atlantic steigt von Platz 13 auf Platz 8 und warb 59,5 Milliarden US-Dollar ein. Die 1980 gegründete Gesellschaft ist auf Growth Equity spezialisiert und investiert in bereits profitabel wirtschaftende Wachstumsunternehmen. Das Gesamt-AUM liegt bei rund 118 Milliarden US-Dollar (Stand: Ende 2025).
Steckbrief:
- Gründungsjahr: 1980 (gegründet von Charles Feeney, Mitgründer von Duty Free Shoppers)
- Hauptsitz: New York
- Börsenstatus: privat
- CEO: Bill Ford
- Schwerpunkte: Growth Equity in Technologie, Finanzdienstleistungen, Healthcare und Konsumgüter
- 29 Büros, über 900 Mitarbeiter in 20 Ländern
Einordnung: General Atlantic wurde ursprünglich als Investmentvehikel für Atlantic Philanthropies gegründet – Feeneys Stiftung, über die er sein gesamtes Milliardenvermögen gespendet hat. Seit Ende der 1990er-Jahre operiert GA als eigenständige Gesellschaft und gilt als einer der bekanntesten Growth-Equity-Investoren weltweit.
Platz 7 – Bain Capital (60,4 Milliarden US-Dollar)
Bain Capital macht den größten Sprung in den Top 10: von Platz 15 auf Platz 7. Das eingeworbene Kapital stieg auf 60,4 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 49 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Maßgeblichen Anteil daran hatte der im Oktober 2025 final geschlossene Flagship-Fonds Bain Capital Fund XIV mit 14 Milliarden US-Dollar, der sein ursprüngliches Ziel von 10 Milliarden US-Dollar deutlich übertraf.
Steckbrief:
- Gründungsjahr: 1984 (gegründet von ehemaligen Bain & Company-Beratern)
- Hauptsitz: Boston
- Börsenstatus: privat
- Schwerpunkte: Private Equity, Venture Capital, Public Equity, Private Credit, Real Estate
- Gesamt-AUM: rund 185 Milliarden US-Dollar (Stand: Ende 2025)
- Standorte: 14 Büros weltweit, darunter London, München, Hongkong und Tokio
Einordnung: Der Abschluss von Fund XIV – mit einem Endvolumen von 14 Milliarden US-Dollar gegenüber einem ursprünglichen Ziel von 10 Milliarden US-Dollar – illustriert das derzeit gestiegene Vertrauen institutioneller Investoren in die Gesellschaft und ist der unmittelbare Grund für den größten Rangsprung in den Top 10.
Platz 6 – HG (70,2 Milliarden US-Dollar)
HG steigt um einen Rang auf Platz 6 und ist damit die zweitgrößte Private-Equity-Gesellschaft Europas im Ranking. Der Londoner Software-Investor warb 70,2 Milliarden US-Dollar ein und schloss 2025 drei Fonds jeweils auf ihren Obergrenzen ab: HG Genesis 9, HG Mercury 3 und HG Saturn 2 – zusammen rund 11 Milliarden US-Dollar. Das Gesamt-AUM liegt bei über 110 Milliarden US-Dollar (Stand: Q1 2026).
Steckbrief:
- Gründungsjahr: 2000 (hervorgegangen aus Mercury Private Equity / Merrill Lynch)
- Hauptsitz: London
- Börsenstatus: privat
- Mitarbeiter: über 420 in sechs Büros (London, München, New York, Paris, San Francisco, Singapur)
- Schwerpunkt: B2B-Software mit wiederkehrenden Umsätzen, primär in Europa und den USA
- Bekannte Portfoliounternehmen: Visma (größter Software-Buyout Europas, 12,2 Milliarden US-Dollar, 2020), Ideagen, Access Group, IFS
- Aktuell: Übernahme von Onestream angekündigt (Januar 2026, rund 6,4 Milliarden US-Dollar)
Einordnung: HG ist einer von zwei reinen Software-Spezialisten in den Top 10 – der zweite folgt auf Platz 5. Dass zwei Häuser mit dieser Fokussierung gleichzeitig in den Top 10 vertreten sind, ist ein Novum in der Geschichte des PEI 300.
Platz 5 – Thoma Bravo (71,9 Milliarden US-Dollar)
Thoma Bravo, der zweite reine Software-Spezialist in den Top 10, sammelte 71,9 Milliarden US-Dollar ein und fällt um einen Rang auf Platz 5. Allein im vergangenen Jahr schloss die Gesellschaft drei Fonds: den Flagship-Fonds Thoma Bravo Fund XVI mit 24,3 Milliarden US-Dollar, den Mid-Market-Fonds Discover Fund V mit 8,1 Milliarden US-Dollar sowie den ersten dedizierten Europa-Fonds mit 1,8 Milliarden Euro. Das Gesamt-AUM lag zuletzt bei rund 183 Milliarden US-Dollar (Stand: Ende 2025).
Steckbrief:
- Gründungsjahr: 2008 (Vorgängerfirmen seit 1980)
- Hauptsitze: Chicago und San Francisco
- Börsenstatus: privat
- Managing Partner: Orlando Bravo, Seth Boro, Scott Crabill, Lee Mitchell, Holden Spaht
- Schwerpunkte: Cybersecurity, SaaS, Fintech, Enterprise Software
- Bekannte Portfoliounternehmen: Darktrace, Sailpoint, McAfee (Exit)
Einordnung: Zusammen mit HG auf Platz 6 stehen, wie bereits erwähnt, damit erstmals zwei reine Software-Spezialisten gleichzeitig in den Top 10 des PEI 300. Das spiegelt das gewachsene Interesse institutioneller Investoren an sektorspezifischen Technologiefonds wider – und die derzeitige Überzeugung, dass wiederkehrende Softwareumsätze auch in schwierigen Marktphasen Stabilität bieten.
Platz 4 – TPG (88,2 Milliarden US-Dollar)
TPG klettert um einen Rang auf Platz 4 und warb 88,2 Milliarden US-Dollar ein. Das Gesamt-AUM stieg zum Ende des ersten Quartals 2026 auf 306 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 22 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. TPG investiert über sechs Strategien: Capital, Growth, Impact, Credit, Real Estate und Market Solutions.
Steckbrief:
- Gründungsjahr: 1992 (durch David Bonderman und James Coulter)
- Hauptsitz: San Francisco
- Börsenkürzel: TPG (Nasdaq)
- CEO: Jon Winkelried
- Schwerpunkte: Technologie, digitale Medien, Healthcare, Konsumgüter, Impact Investing
- Flagship in Fundraising: TPG X (Zielvolumen: 13 Milliarden US-Dollar)
- Gesamt-AUM: 306 Milliarden US-Dollar (Stand: Q1 2026)
Einordnung: Die Übernahme des Credit-Spezialisten Angelo Gordon im Jahr 2023 für rund 2,7 Milliarden US-Dollar hat TPGs Plattform um Private Credit und Real Assets ergänzt. Die Gesellschaft vergrößterte damit in den vergangenen Jahren ihren Investitionsrahmen.
Platz 3 – Blackstone (111,8 Milliarden US-Dollar)
Blackstone belegt im PE-Fundraising Platz 3 mit 111,8 Milliarden US-Dollar. Gemessen am gesamten verwalteten Vermögen ist die Gesellschaft jedoch die größte Alternative-Asset-Gesellschaft der Welt: Zum Ende des ersten Quartals 2026 verwaltete Blackstone 1,3 Billionen US-Dollar über alle Anlageklassen hinweg – darunter Immobilien, Private Credit, Infrastruktur und Private Equity.
Steckbrief:
- Gründungsjahr: 1985 (durch Stephen Schwarzman und Peter Peterson)
- Hauptsitz: New York
- Börsenkürzel: BX (NYSE)
- CEO: Jonathan Gray
- Schwerpunkte: Private Equity, Real Estate, Credit & Insurance, Multi-Asset Investing
- Gesamt-AUM: 1,3 Billionen US-Dollar (Stand: Q1 2026)
- Distributable Earnings Q1 2026: 1,76 Milliarden US-Dollar (+25 Prozent gegenüber Vorjahr)
Einordnung: Dass Blackstone trotz des mit Abstand größten verwalteten Vermögens nur auf Platz 3 landet, ist kein Widerspruch – es ist ein Effekt der Methodik: Das PEI-Ranking misst reines PE-Fundraising, nicht das Gesamtvolumen. Blackstone baut zudem seinen Private-Wealth-Kanal gezielt aus: Bis Ende 2026 soll das Vertriebsteam für vermögende Privatkunden auf über 450 Mitarbeiter wachsen.
Platz 2 – EQT (134,4 Milliarden US-Dollar)
EQT ist die größte Private-Equity-Gesellschaft Europas nach eingeworbenem Kapital und hält Platz 2. Der Stockholmer Investor sammelte 134,4 Milliarden US-Dollar ein. Wesentliche Beiträge leisteten EQT X sowie BPEA PE Fund IX, dessen Abschlussvolumen das Vorgängervolumen um fast 40 Prozent übertraf. Das Gesamt-AUM belief sich zum Ende des ersten Quartals 2026 auf rund 269 Milliarden Euro.
Steckbrief:
- Gründungsjahr: 1994 (mit Unterstützung der schwedischen Investorenfamilie Wallenberg)
- Hauptsitz: Stockholm
- Börsenkürzel: EQT (Nasdaq Stockholm)
- Schwerpunkte: Private Equity, Infrastruktur, Real Estate, Venture/Growth
- Gesamt-AUM: rund 269 Milliarden Euro (Stand: Q1 2026)
- Aktuell: Übernahme des Secondary-Spezialisten Coller Capital angekündigt (Januar 2026, gebührenpflichtiges AUM: 30 Milliarden Euro); Abschluss für Q3 2026 erwartet
Einordnung: EQT hat zudem eine dedizierte KI-Infrastrukturstrategie aufgelegt, angesiedelt beim Portfoliounternehmen Edgeconnex. Die Gesellschaft signalisiert damit, dass sie die KI-getriebene Nachfrage nach digitaler Infrastruktur als strukturelle Wachstumschance begreift – und bereit ist, gezielt dafür Kapital einzuwerben.
Platz 1 – KKR (140,4 Milliarden US-Dollar)
KKR steht an der Spitze des PEI 300 2026. Binnen fünf Jahren warb die Gesellschaft 140,4 Milliarden US-Dollar von externen Investoren ein. Als wichtigster Einzeltreiber gilt der North America Fund XIV. Das Gesamt-AUM belief sich zum Ende des ersten Quartals 2026 auf rund 758 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Steckbrief:
- Gründungsjahr: 1976 (durch Jerome Kohlberg Jr., Henry Kravis und George R. Roberts)
- Hauptsitz: New York
- Börsenkürzel: KKR (NYSE)
- Co-CEOs: Joseph Bae und Scott Nuttall
- Schwerpunkte: Leveraged Buyouts, Infrastruktur, Immobilien, Private Credit, Versicherung (Global Atlantic)
- Mitarbeiter: rund 4.800
- Gesamt-AUM: 758 Milliarden US-Dollar (Stand: Q1 2026)
- Kapitalzuflüsse Q1 2026: 28 Milliarden US-Dollar; 127 Milliarden US-Dollar in den vergangenen zwölf Monaten
Einordnung: Was 1989 mit der damals größten Unternehmensübernahme der Geschichte begann – dem feindlichen Kauf des US-Nahrungsmittelkonzerns RJR Nabisco für 31 Milliarden US-Dollar –, hat KKR zu einer der mächtigsten Investmentgesellschaften der Welt gemacht. Fast fünf Jahrzehnte später steht die Gesellschaft an der Spitze des bedeutendsten Private-Equity-Rankings der Welt.
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