Panama Papers Deutsche Banken bestätigen Geschäfte mit Briefkastenfirmen

Zwei deutsche Bankhäuser haben Geschäfte mit sogenannten Briefkastenfirmen bestätigt. Die Hamburger Berenberg führe über ihre in der Schweiz ansässige Vermögensverwaltungstocher Berenberg Bank Konten für Offshore-Gesellschaften. Das bestätigte ein Sprecher dem private banking magazin.

Das geschehe jedoch im Einklang mit den gesetzlichen Regelungen und erfordere eine höhere Sorgfaltspflicht auf Seite der Banken. So sei der hinter dem Konto stehende wirtschaftliche Berechtigte und Bevollmächtigte bekannt. Zudem werde diese Person täglich in speziellen Datenbanken auf negative Einträge hin überprüft.

Ebenso würden die Zahlungen überprüft. Die Berenberg Bank verfolge eine klare Weißgeldstrategie, die Prozesse würden regelmäßig von unabhängigen externen Prüfern untersucht und für wirkungsvoll befunden.

Auch die Deutsche Bank hat solche Geschäfte mit Offshore-Gesellschaften bestätigt. Betont aber, dass diese nicht gesetzwidrig seien. „Wir sind uns der Bedeutung dieser Angelegenheit vollkommen bewusst“, sagte ein Sprecher gegenüber dem Nachrichtenmagazin „Spiegel-Online“. „Was die Deutsche Bank angeht, so haben wir unsere Kundenannahmeverfahren verbessert; wir überprüfen, mit wem wir Geschäfte machen und stellen sicher, dass unsere Richtlinien, Verfahren und Systeme so gestaltet sind, dass sie alle relevanten Gesetze und Regularien befolgen.“