Optionsprämien Vermögensverwalter baut eigenen Fonds nach

Firmenzentrale des Zahlungskonzerns Paypal in San Jose, Kalifornien: Ende 2018 war Paypal die größte Position im Optionsportfolio von Ottmar Wolfs früherem Prämienstrategie-Fonds | © Getty Images

Firmenzentrale des Zahlungskonzerns Paypal in San Jose, Kalifornien: Ende 2018 war Paypal die größte Position im Optionsportfolio von Ottmar Wolfs früherem Prämienstrategie-Fonds Foto: Getty Images

Der Vermögensverwalter Ottmar Wolf kopiert das Konzept des jahrelang von ihm gemanagten Wallrich Prämienstrategie und gießt es in ein neues Produkt: den FAM Prämienstrategie (ISIN: LU2012959123). Wolf hatte im März die von ihm mitgegründete Wallrich und Wolf Asset Management verlassen und später mit Peter Wiederholt die Fondsboutique Frankfurt Asset Management (FAM) gegründet. Entsprechend firmiert Wallrich nun nur noch als Wallrich Asset Management.

Somit geht es auch in Wolfs neuem Fonds darum, über Optionsprämien Aktiengewinne und -verluste auszugleichen und zu verstetigen. Grundlage ist ein Anleiheportfolio, das eine sogenannte Grundverzinsung einbringen soll.

Hinzu kommt ein Gerüst aus Put-Optionen, die Wolf regelmäßig verkauft und dafür Prämien kassiert. Diese sogenannte Short-Put-Strategie nennt man auch „Erwerbsvorbereitung“. Darin verpflichtet sich Wolf, eine Aktie oder einen Index zu einem vorher festgelegten (niedrigeren) Preis zu kaufen. Für dieses Zugeständnis bekommt er sofort die erwähnte Prämie, die zugleich seine Hauptertragsquelle ist.

Im Idealfall muss er Aktie oder Index gar nicht kaufen, weil sie weiter über dem vereinbarten Preis notieren. Fallen aber die Kurse stark, muss Wolf sein Versprechen zum Fixpreis einlösen und hat plötzlich Aktien im Portfolio. Dann kann der Fondspreis stärker schwanken. Aber selbst in diesem Fall hat Wolf weniger gezahlt als bei Abschluss der Optionsverpflichtung vor dem Kursrutsch. Und die Prämie hat er ebenfalls nach wie vor. Beides lässt seinen Verlust geringer ausfallen als am Gesamtmarkt.

Den Fonds gibt es außerdem in einer Anteilsklasse für institutionelle Anleger (LU2012959396), die ab 500.000 Euro einsteigen können.