Offensive in Deutschland geplant Zürcher Privatbank erhält vereinfachte Freistellung

Stephan A. Zwahlen steht seit Februar 2016 an der Spitze der Privatbank Maerki Baumann & Co.  | © Maerki Baumann & Co.

Stephan A. Zwahlen steht seit Februar 2016 an der Spitze der Privatbank Maerki Baumann & Co. Foto: Maerki Baumann & Co.

Die Privatbank Maerki Baumann & Co. hat von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) die vereinfachte Freistellung erhalten. Diese ermöglicht dem Zürcher Familienunternehmen künftig sowohl private als auch institutionelle Kunden mit Wohnsitz Deutschland aus der Schweiz heraus aktiv betreuen und Neukunden anwerben zu können.

Das grenzüberschreitende Geschäft mit deutschen Kunden zählt – neben dem Schweizer Geschäft – seit Jahrzehnten zu den Kernaktivitäten von Maerki Baumann. Nun will die Privatbank ihren wichtigsten Auslandsmarkt nach eigenen Angaben gezielt ausbauen. Dazu sollen zusätzliche Kundenberater eingestellt werden.

„Wir wollen unsere Marktpräsenz in Deutschland weiter stärken und nachhaltiges Wachstum generieren“,  sagt Maerki-Baumann-Chef Stephan Zwahlen. Auch sei man an der Zusammenarbeit mit Banken, unabhängigen Vermögensverwaltern und Finanzdienstleistern mit Sitz in Deutschland interessiert.

Maerki Baumann ist die erste Schweizer Bank ohne Niederlassung in Deutschland, die unter der vereinfachten Freistellung umfassende Dienstleistungen in der Anlageberatung und Vermögensverwaltung aktiv anbieten darf. Zwar hatte die Bafin der eidgenössischen Privatbank Reichmuth & Co bereits Ende 2017 die vereinfachte Freitstellung erteilt. Diese gilt jedoch nur für die grenzüberschreitende Vermögensverwaltung und deckt damit nicht wie bei Maerki Bauman die Anlageberatung mit ab. Aktuell warten vier weitere eidgenössische Banken auf Zusage für die vereinfachte Freistellung der Bafin.

Maerki Baumann & Co. mit Sitz in Zürich konzentriert sich auf Anlageberatung und Vermögensverwaltung sowie die Betreuung unabhängiger Vermögensverwalter. Das Institut verwaltet derzeit Vermögen in Höhe von 7,5 Milliarden Schweizer Franken, wovon 80 Prozent aus der Schweiz und 10 Prozent aus Deutschland stammen.