Offenlegung von Gehältern Das verdienen norddeutsche Sparkassen-Chefs

Andreas Fohrmann (v.l.), Vorstandsvorsitzender Sparkasse Südholstein, Thomas Menke, Vorstandsvorsitzender Nord-Ostsee Sparkasse und Götz Bormann, Vorstandsvorsitzender Förde Sparkasse

Andreas Fohrmann (v.l.), Vorstandsvorsitzender Sparkasse Südholstein, Thomas Menke, Vorstandsvorsitzender Nord-Ostsee Sparkasse und Götz Bormann, Vorstandsvorsitzender Förde Sparkasse

Empfohlener redaktioneller Inhalt
Externe Inhalte anpassen

An dieser Stelle finden Sie externen Inhalt, der unseren Artikel ergänzt. Sie können sich die externen Inhalte mit einem Klick anzeigen lassen. Die eingebundene externe Seite setzt, wenn Sie den Inhalt einblenden, selbstständig Cookies, worauf wir keinen Einfluss haben.

Externen Inhalt einmal anzeigen:

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt und Cookies von diesen Drittplattformen gesetzt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Als erste öffentlich-rechtliche Unternehmensgruppe Schleswig-Holsteins haben die dortigen Sparkassen und der Sparkassen- und Giroverband des Landes die Vergütungen ihrer Vorstandsmitglieder und des Verbandsvorstehers veröffentlicht. Dabei offenbaren sich große Unterschiede.

So bekommt Götz Bormann, der Vorstandsvorsitzende Förde Sparkasse Kiel, als Spitzenverdiener 531.000 Euro pro Jahr, während Heike Sievers, Vorstandsmitglied der Sparkasse Hohenwestedt mit 134.100 Euro Jahressalär am Ende der Gehaltsliste rangiert.

„Wir setzen damit als erste die gesetzliche Auflage des Landtages um, für mehr Transparenz bei den Gehältern und Versorgungsbezügen unserer Topmanager zu sorgen“, sagte der Präsident des Verbandes, Reinhard Boll.



Boll bedauerte zugleich, dass die Sparkassen als einzige Institutsgruppe des Bankensektors in Schleswig-Holstein diese Angaben offenlegen müssen. Ein direkter Vergleich mit den übrigen Wettbewerbern sei damit nicht möglich. Boll selbst ist mit seinen Bezügen auch auf der Liste. Er landet mit knapp 360.000 Euro Jahresgehalt im Mittelfeld.

Mit der Veröffentlichung reagiert der Verband auf Vorgaben des Gesetzgebers. Die sogenannte Küstenkoalition aus SPD, Grünen und Südschleswigschem Wählerverband hatte Ende 2014 als zweites Bundesland nach Nordrhein-Westfalen das Vergütungsoffenlegungsgesetz auf den Weg gebracht.

Ziel sei die Unternehmenspolitik der öffentlichen Hand nachvollziehbar und transparent zu gestalten, sagte Schleswig-Holsteins Finanzministerin Monika Heinold bei der Verabschiedung des Gesetzes im Juni vergangenen Jahres.

Verbandspräsident Boll sprach angesichts der Veröffentlichung von „branchenüblichen und marktgerechten“ Gehältern, die im Mittelfeld vergleichbarer Kreditinstitute in Deutschland lägen. Rund 1,5 Millionen Schleswig-Holsteiner sind Kunden einer Sparkasse. Gemeinsam erreichen die dortigen Sparkassen ein Geschäftsvolumen von 37,5 Milliarden Euro.