Stiftende bündeln Anteile Ökoworld-Gründer übertragen Mehrheit an gemeinnützige Stiftung

Graureiher, Bodensee

Ein Graureiher stakst durch den Bodensee: Die Ökoworld-Stiftung will Dividenden auch in Klimaschutz anlegen. Bildquelle: Imago / Steinsiek.CH

Die Gründer und Stammaktionäre der Ökoworld haben gut 50 Prozent der Stammaktien auf die neu gegründete „Ökoworld Foundation übertragen. Damit ist die gemeinnützige Stiftung nun die Hauptaktionärin des Unternehmens und kann über die Dividendenauszahlung entscheiden. 

Künftige Dividenden fließen nicht mehr an Privatpersonen, sondern in gemeinnützige Projekte. Dazu zählen Finanzbildung, Demokratieförderung und Klimaschutz. Die Stiftung nimmt auch Spenden von außen an.

Die Ökoworld-Mitgründer Klaus Odenthal und Angelika Grote kündigten bereits im Dezember 2025 an, dass sie die Anteile verlagern wollen. Der Eigentumsübertrag ist weit mehr als ein formaler Akt. Der Mitgründer von Ökoworld und Stifter, Klaus Odenthal, sagt: „Mit der Ökoworld Foundation als bestimmender Großaktionärin stellen wir die Unabhängigkeit der Ökoworld sicher.“ Und weiter: „Ihr Kapital und ihre Erträge sollen in der Bildung, der Wissenschaft, bei der Stärkung der Demokratie und beim Klimaschutz wirken.“

 

3,95 Millionen Stammaktien und 3,05 Millionen Vorzugsaktien

Die Aktienstruktur selbst bleibt unverändert: Sie umfasst 3,95 Millionen Stammaktien (nicht börsennotiert) und 3,05 Millionen stimmrechtslose Vorzugsaktien. 

Alfred Platow und Klaus Odenthal gründeten Ökoworld 1975 als Alfred & Klaus - kollektive Versicherungsagentur. Die Zielgruppe waren ökologisch orientierte Betriebe und Umweltorganisationen. Aus der Versicherungsagentur ging 1995 eine Kapitalverwaltungsgesellschaft hervor. Heute führt der Asset Manager Fonds, die global in ESG-Unternehmen investieren. 

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