Die Privatbank Oddo BHF will nach Informationen von Thomas Daily, einem Informationsdienst für den deutschen Gewerbeimmobilienmarkt, ihren Firmensitz mit der kompletten Belegschaft von rund 800 Mitarbeitenden von der Gallusanlage in den „Skyper“ verlegen.
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Die Privatbank Oddo BHF will nach Informationen von Thomas Daily, einem Informationsdienst für den deutschen Gewerbeimmobilienmarkt, ihren Firmensitz mit der kompletten Belegschaft von rund 800 Mitarbeitenden von der Gallusanlage in den „Skyper“ verlegen.
Laut Thomas Daily wäre dies die bislang größte Bürovermietung des Jahres in Frankfurt. Gegenüber dieser Redaktion bestätigte Oddo die Pläne nicht. Ein Sprecher betonte, dass Spekulationen grundsätzlich nicht kommentiert würden.
Sollte es tatsächlich zu einem Umzug kommen, würde sich zumindest auf den ersten Blick wenig für die Beschäftigten ändern. Die beiden Hochhäuser liegen keine 100 Meter voneinander entfernt – rund 70 Meter Luftlinie –, beide an der Südwestecke des Frankfurter Anlagenrings, getrennt lediglich durch den Grünstreifen zwischen Gallus- und Taunusanlage.
Der heutige Sitz ist für den Abriss vorgesehen
Der bisherige Standort Gallusanlage 8 ist der Annexbau des Silberturms, das frühere Vorstandsgebäude der Dresdner Bank. Eigentümer ist heute ein Joint Venture: Der Wiener Immobilieninvestor Imfarr hatte den Silberturm samt Nebengebäude Ende 2020 gemeinsam mit der SN Beteiligungen Holding erworben – laut Immobilien Zeitung für mehr als 650 Millionen Euro. Den Annexbau verkaufte Imfarr 2021 an den Konzern Versicherungskammer weiter und hält das Objekt seither gemeinsam mit diesem, um es langfristig zu entwickeln.
Dass Oddo dort Mieter ist, hatte das private banking magazin bereits berichtet: Damals war von einer „renommierten deutschen Privatbank" die Rede, die sich auf rund 23.000 Quadratmeter Bürofläche mit 90 Stellplätzen an der Gallusanlage 8 eingemietet hatte.
Das Bestandsgebäude hat allerdings ein Ablaufdatum. Nach den Plänen der Stadt und der Eigentümer soll es abgerissen werden. An seiner Stelle sind zwei Türme vorgesehen – ein Büroturm von rund 170 Metern und ein Wohnturm von rund 60 Metern. Die Fertigstellung ist für 2030/2031 vorgesehen. Den Architekturwettbewerb entschied im Sommer 2025 der Entwurf von Ferdinand Heide Architekten aus Frankfurt für sich. Ob diese Neubaupläne für den möglichen Umzug eine Rolle spielen, ist offen.
Skyper gehört der Talanx-Gruppe
Das mögliche Ziel der Bank, der rund 154 Meter hohe Skyper an der Taunusanlage 1, gehört seit August 2021 Ampega Asset Management. Das Tochterunternehmen der Talanx mit Sitz in Köln, erwarb die Immobilie für verschiedene Gesellschaften der weiteren Konzerntochter HDI Deutschland. Der Kaufpreis lag laut Marktkreisen bei rund 550 Millionen Euro. Zuvor hatten Deka Immobilien, ein Fonds der UBS und ab 2013 die Allianz das Haus gehalten. Ampega tritt zugleich als Vermieter und Asset Manager auf.
Für Nutzer wirbt das Gebäude mit einer modernisierten Ausstattung. Der Turm trägt die Zertifizierungen LEED Platinum, Wiredscore Platinum und Smartscore Platinum und wird über Geothermie geheizt und gekühlt. Glasfaser liegt auf jeder Etage, der WLAN-Empfang reicht durchgehend von der Tiefgarage bis in die Mietbereiche.
Die Regelgeschosse umfassen bis zu 1.094 Quadratmeter und lassen sich flexibel aufteilen, bodentiefe Fenster in den Obergeschossen ermöglichen einen Rundumblick über die Stadt. Lobby und Aufzugsvorraum wurden zuletzt neu gestaltet, ein weiteres gastronomisches Angebot im Haus ist angekündigt. Der Hauptbahnhof ist rund fünf Gehminuten entfernt.
Auch das Umfeld dürfte der Bank vertraut sein. Zu den Mietern im Skyper zählen die Frankfurter Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbank, die Investmentbank Houlihan Lokey sowie HSBC – zuletzt kamen die Investmentbank Stifel Europe und das Beratungshaus Fortlane Partners hinzu.
Der Skyper wurde 2004 fertiggestellt und verfügt über eine Bruttogeschossfläche von 65.630 Quadratmetern. Er ist Teil eines dreiteiligen Ensembles aus dem Hochhaus, der über eine neun Meter hohe Glashalle angebundenen denkmalgeschützten Villa von 1915 und dem Wohn- und Geschäftshaus Skyper-Carré.
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