Nach der Übernahme Saira Malik führt künftig das Investmentgeschäft von Nuveen und Schroders

Saira Malik verantwortet als Chief Investment Officer künftig das gesamte Investmentgeschäft von Nuveen und Schroders.

Saira Malik, bisher Chief Investment Officer von Nuveen, erhält mehr Verantwortung. Bildquelle: Nuveen

Für die Investments von Nuveen und Schroders ist künftig Saira Malik zuständig. Die CIO von Nuveen, die diese Funktion seit 2022 innehat, soll eine gemeinsame Investmentplattform für beide Häuser aufbauen. Sie berichtet an Nuveen-CEO William Huffman. Das geht aus der Mitteilung hervor, mit der Nuveen am 1. Oktober 2026 den Abschluss der Schroders-Übernahme bekanntgab.

Angekündigt worden war der Kauf im Februar, Nuveen zahlt 9,9 Milliarden Pfund. Die Gruppe verwaltet nach eigenen Angaben 2,6 Billionen Dollar (Stichtag: 30. Juni 2026). Nuveen zufolge ist die neue Gruppe der einzige Vermögensverwalter, der weltweit bei aktiven Aktien, aktiven Anleihen und Private Markets jeweils unter den zehn größten Anbietern rangiert.

Verantwortungsbereich von Saira Malik wächst

Malik ist ein Nuveen-Eigengewächs, die sich vor allem im Aktiengeschäft gut auskennt. Sie kam 2003 von J.P. Morgan Asset Management, wo sie unter anderem als Small-Cap-Growth-Portfoliomanagerin tätig war. Bei Nuveen leitete sie das globale Aktien-Portfoliomanagement und das globale Aktienresearch, bevor sie 2022 CIO wurde und den Vorsitz des Global Investment Committee übernahm. Zusätzlich ist sie auch Leiterin des Aktien- und Anleihegeschäfts. Dort folgte sie auf Huffman, als dieser im Juni 2024 an die Nuveen-Spitze rückte.

 

Nuveen und Schroders: Die neue Führungsstruktur

Unterhalb von Malik übernimmt Johanna Kyrklund, bislang Group CIO von Schroders, als Chief Investment Officer Public Markets & Solutions die Verantwortung für Aktien, Anleihen, Multi-Asset und Solutions. Perspektivisch soll sie an Malik berichten. Das globale Kundengeschäft steuert dagegen Matt Oomen, bislang Leiter der Client Group bei Schroders, mit direkter Berichtslinie zu Huffman. Richard Oldfield führt Schroders während der Übergangszeit als eigenständige Einheit weiter und berichtet an Huffman.

Schroders Capital und Private Markets: Was sich ändert

Zu Maliks Aufgaben gehört auch die Private-Markets-Plattform, die beide Häuser zusammen auf 400 Milliarden Dollar beziffern und künftig nach Anlageklassen organisieren wollen. Die Verbindung von liquiden und privaten Anlagen soll den Unternehmen zufolge einen effizienteren Kapitaleinsatz in Versicherungsportfolios ermöglichen. Die Muttergesellschaft TIAA – kurz für Teachers Insurance and Annuity Association of America – ist selbst Versicherer, laut Konzernchefin Thasunda Brown Duckett stärkt der Zusammenschluss die Investmentkompetenz hinter Altersvorsorge- und Rentenversicherungsprodukten des Konzerns.

In den Private Markets dominieren derzeit die Kategorien Private Equity und Venture Capital das Geschäft: Laut einer Preqin-Analyse entfielen im ersten Halbjahr 2026 fast drei Viertel des weltweiten Private-Markets-Geschäfts auf diese beiden Anlageklassen. Ihre Wurzeln haben beide in den liquiden Märkten: Malik im Aktiengeschäft, Kyrklund im Multi-Asset-Management.

Bei Schroders Capital, der Private-Markets-Sparte von Schroders, steht zudem ein Führungswechsel an: Laut Bloomberg verlässt Chef Georg Wunderlin das Unternehmen, Oldfield soll die Verantwortung für die Sparte übernehmen. Die Nachrichtenagentur beruft sich auf informierte Personen.

CEO Huffman verspricht Kontinuität für 12 bis 18 Monate

Bis die gemeinsame Plattform steht, dürfte es dauern. Die Investmentteams beider Häuser im Asset und Wealth Management sollen mindestens 12 bis 18 Monate bestehen bleiben, während die Integration geplant wird. In einem Brief an Kunden schreibt Huffman: „Die Ausrichtung unserer beiden Häuser auf diese Strategie wird Zeit brauchen, daher liegt unser unmittelbarer Fokus auf Kontinuität.“ Und: „Wichtig ist, dass es keine Änderungen an den Investmentprozessen der beiden Häuser geben wird.“

London wird Hauptquartier außerhalb der USA und größter Standort der Gruppe. Das Wealth Management von Schroders einschließlich Cazenove Capital bezeichnen die Unternehmen als strategischen Kern. Angaben zu Synergiezielen oder möglichem Stellenabbau machen Nuveen und Schroders bislang nicht.

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