Niederlage vor Gericht Helge Achenbach muss Aldi-Familie 19 Millionen zahlen

Helge Achenbach: Der Kunstberater schuldet den Albrechts 19 Millionen Euro | © Thomas Struth

Helge Achenbach: Der Kunstberater schuldet den Albrechts 19 Millionen Euro Foto: Thomas Struth

Das Landgericht Düsseldorf hat den Kunstberater Helge Achenbach zur Zahlung von 19,3 Millionen Euro Schadenersatz an die Familie von Berthold und Babette Albrecht verklagt. Dem Sohn von Aldi-Nord-Gründer Theo Albrecht und dessen Frau Babette hatte Achenbach 14 Bilder und neun Oldtimer vermittelt und dabei überhöhte Provisionen kassiert. Zu diesen sei er nicht berechtigt gewesen, urteilte die 6. Zivilkammer des Landgerichts.

Bei den Käufen soll Achenbach zum Teil weit mehr als die vereinbarten fünf beziehungsweise drei Prozent Provision abgerechnet und dazu in mindestens 33 Fällen Belege gefälscht haben. Der Kunstberater sitzt seit Juni 2014 in Untersuchungshaft und hat in Teilen gestanden. Babette Albrecht, die Witwe vom 2012 verstorbenen Berthold Albrecht, warf Achenbach im Gerichtssaal vor, er habe ihrem Mann Oldtimer vermittelt, mit denen er wegen seiner schweren Krankheit gar nichts anfangen konnte.

Achenbach soll laut Staatsanwaltschaft mit einem mitangeklagten Ex-Geschäftspartner zwei weitere schwerreiche Kunden bei Kunstverkäufen getäuscht haben.