Podcast Drei Bankwelten, 300 Kunden: Wie Nicole Krug Private Banking in Wedel macht

Nicole Krug erzählt im Podcast vom Private Banking der Stadtsparkasse Wedel

Nicole Krug erzählt im Podcast vom Private Banking der Stadtsparkasse Wedel Bildquelle: Matthias Oertel / Edelstoff Media mit KI

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Der Wunschzettel, mit dem viele Kunden zu Nicole Krug kommen, ist seit Jahrzehnten derselbe: jederzeit an das gesamte Vermögen kommen, kein Risiko eingehen und trotzdem acht Prozent Rendite machen. „Das hat sich nicht geändert“, sagt die Portfoliomanagerin der Stadtsparkasse Wedel im Podcast „For Professional Investors Only“. Nur der Zins ist zurück – und damit die Frage, wie man einen sicherheitsverliebten Kunden davon überzeugt, dass Aktien kein „Teufelszeug“ sind.

Krug hat in ihrer Karriere drei Banken erlebt, die kaum weiter auseinanderliegen könnten: Citibank, Degussa Bank, seit vier Jahren arbeitet sie bei der Stadtsparkasse Wedel. Von der Großbank nahm sie die Vertriebsorientierung mit, von der Degussa das Generalistentum, heute macht sie ausschließlich Anlage. Der Weg dahin war nicht geplant, eigentlich wollte sie zur Kripo. Nach dem Schülerpraktikum hieß es, Kripo sei nicht drin, allenfalls Bereitschaftspolizei. Dann eben Bank.

Wedel liegt an der Elbe, das Einzugsgebiet ist überschaubar, die Sparkasse die kleinste in Schleswig-Holstein. Vier Kollegen arbeiten im Private Banking. Krug allein betreut mehr als 300 Kundenverbünde – „laut meinem Chef zu viele“. Drei bis fünf Gespräche führt sie pro Tag, jeweils rund anderthalb Stunden, überwiegend von Angesicht zu Angesicht. Remote berät sie selten, das liege an der örtlichen Bindung der Sparkassenstruktur.

Deka-Produkte gehören zum Haus, aber Krug sucht aus jedem Marktsegment die aus ihrer Sicht besten Anbieter und berät mitunter auch aktiv an der Deka vorbei. ETFs tauchen in ihrer Beratung dagegen nicht auf. Wer welche will, bekommt sie – aber erst schaut sie mit dem Kunden ins Produkt. „Viele sagen einfach nur, ich will ETF, und wissen überhaupt nicht, was dann dahintersteht.“

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Jüngere Kunden kommen inzwischen immer häufiger mit fertiger Meinung durch die Tür, recherchiert per KI – so wie Patienten mit der Google-Diagnose zum Arzt. Krug stört das nicht. Oft folgt nach einem Blick ins Produkt das Aha-Erlebnis: Das wollte ich eigentlich gar nicht. In ihrem eigenen Arbeitsalltag spielt KI bislang kaum eine Rolle, geprägt sei der Alltag von Gesprächen mit echten Menschen.

Ihre Kundschaft ist überwiegend älter. Das Vermögen wandert in den kommenden Jahren an die Kinder – an jene Generation also, die sich vorher selbst informiert. Krug holt sie deshalb früh mit an den Tisch. Und sie weiß, wo die Familien Urlaub machen, welche Schulen die Enkel besuchen, welche Hobbys sie haben.

Wie das im Alltag aussieht, woran sie nach fünf Minuten erkennt, ob ein Kunde Risiko wirklich verträgt und was sie sonst beschäftigt, darüber spricht Nicole Krug im Podcast „For Professional Investors Only“.

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