Next Generation Survey 2018 UHNWI-Erben wollen Vermögen zunehmend selbst managen

Studie von Credit Suisse: Robo-Advice spielt für die Erbengeneration so gut wie keine Rolle.  | © Credit Suisse

Studie von Credit Suisse: Robo-Advice spielt für die Erbengeneration so gut wie keine Rolle. Foto: Credit Suisse

Der Generationswechsel bei UHNWI-Familien stellt Vermögensverwalter vor eine ganze Reihe von Herausforderungen: Neben einer sich wandelnden Rolle des Beraters betreffen diese vor allem das Vermögensmanagement, bei dem die jungen Hochvermögenden künftig mindestens stärker mitreden wollen. Das geht aus der Next Generation Survey 2018 hervor, welche die Schweizer Großbank Credit Suisse gemeinsam mit der Young Investors Organization (YIO) veröffentlicht hat.

Das Streben nach mehr Mitbestimmung beim Verwalten des Vermögens mag zusammenhängen mit der Art und Weise, in der Familien das Thema Geld heute behandeln – oder eben gerade nicht: So wünschen sich die Mitglieder der nächsten Generation einen stärkeren generationenübergreifenden Dialog.

Weit über die Hälfte der Befragten möchte offener über Vermögen sprechen (59 Prozent), während mehr als zwei Drittel (68 Prozent) erwarten, dass ihre Familie von gesteigerter Kommunikation profitieren würde. Das schließt auch die Nachfolgeplanung ein, die für gut ein Drittel der Befragten (36 Prozent) das gegenwärtig wichtigste Thema darstellt. 

41 Prozent der Befragten antworteten, dass sie sich einen persönlichen Berater wünschen, der ihnen hilft, ihre nichtfinanziellen Bedürfnisse zu identifizieren oder zu thematisieren. Die Rolle des Vermögensverwalters wird sich aus Sicht der Studienautoren vor diesem Hintergrund von einem rein auf Finanzkompetenz spezialisierten Berater zu einem „Netzwerk-Koordinator“ für umfassende Unterstützung über alle Lebensphasen hinweg wandeln.