Sebastian Römer und Axel Weiss kommen zusammen auf mehr als 45 Jahre Branchenerfahrung. Mit A2 Collaboration Partners (Eigenschreibweise A² Collaboration Partners) haben sie vor kurzem ihre eigene Vertriebsplattform gegründet. Über diese wollen die beiden institutionellen Investoren und Family Offices Zugang zu Hedgefonds, Private Markets und Edelmetallen bieten. Nun liegt auch die Bafin-Lizenz vor.
Stationen bei Morgan Stanley, AQR, Natixis IM, Fidelity und Universal Investment
Römer war zuletzt Vertriebschef für die DACH-Region bei Morgan Stanley. Weitere Stationen waren Natixis INvestment managers und Pimco. Weiss leitet das Deutschland- und Österreichgeschäft beim auf quantitative Investmentstrategien spezialisierten Investmenthaus AQR. Zuvor war er unter anderem bei Fidelity und Universal Investment tätig. Warum der Schritt in die Selbständigkeit? „Wir wollen unternehmerisch tätig sein“, erklärt Weiss. Beide hätten ihre Jobs freiwillig aufgegeben. Er wolle „nicht mehr auf einem Öltanker sitzen, sondern auf einem Speedboot“, so der ehemalige AQR-Manager.
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Sebastian Römer und Axel Weiss kommen zusammen auf mehr als 45 Jahre Branchenerfahrung. Mit A2 Collaboration Partners (Eigenschreibweise A² Collaboration Partners) haben sie vor kurzem ihre eigene Vertriebsplattform gegründet. Über diese wollen die beiden institutionellen Investoren und Family Offices Zugang zu Hedgefonds, Private Markets und Edelmetallen bieten. Nun liegt auch die Bafin-Lizenz vor.
Stationen bei Morgan Stanley, AQR, Natixis IM, Fidelity und Universal Investment
Römer war zuletzt Vertriebschef für die DACH-Region bei Morgan Stanley. Weitere Stationen waren Natixis INvestment managers und Pimco. Weiss leitet das Deutschland- und Österreichgeschäft beim auf quantitative Investmentstrategien spezialisierten Investmenthaus AQR. Zuvor war er unter anderem bei Fidelity und Universal Investment tätig. Warum der Schritt in die Selbständigkeit? „Wir wollen unternehmerisch tätig sein“, erklärt Weiss. Beide hätten ihre Jobs freiwillig aufgegeben. Er wolle „nicht mehr auf einem Öltanker sitzen, sondern auf einem Speedboot“, so der ehemalige AQR-Manager.
Beide kennen sich schon lange, die Idee sei über Jahre gereift. Ihre Schwerpunkte ergänzen sich: Weiss sei stark im Bereich Family Offices und Hedgefonds in Deutschland, Österreich und Teilen der Schweiz vernetzt, Römer bei institutionellen Kunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie im Private-Markets-Segment.
Ökosystem für Investoren und Hedgefondsmanager
Mit A2 – gesprochen „A-squared“, also zu Deutsch: A-Quadrat – wollen sie ein Ökosystem erschaffen, von dem alle Seiten profitieren, erklärt Römer. Im Fokus stehen dabei bewusst nicht die ganz großen Namen. Gesucht werden Hedgefondsmanager oder sogenannte Spin-Outs, häufig Ex-Gründer oder frühere Investmentchefs anderer Hedgefonds, die bereits drei bis vier Jahre Track Record und ab etwa 500 Millionen Euro verwaltetem Vermögen vorweisen können. Römer und Weiss wollen diese Fondsmanager, die oft in den USA sitzen, mit hiesigen Family Offices und institutionellen Investoren zusammenbringen. Das sei für beide Seiten gewinnbringend: Die Fonds könnten sich neue Zielgruppen erschließen, die Anleger erhielten Zugang zu vielversprechenden Strategien, die nicht jeder kenne.
Dabei verstehen sich die Gründer nicht nur als Vermittler, sondern wollen ein Netzwerk drumherum aufbauen, das sie pflegen und zu dem sie ihren Kunden Zugang bieten: eigene Events, Vernetzung mit anderen Akteuren, Informationen zu Märkten und Zielgruppen. „Wir sind ein bisschen wie Trüffelschweine“, meint Römer. Kunden bekommen jeden Monat Hunderte von Angeboten. „Bei uns sollen sie wissen, dass es sich lohnt, anzuklopfen und hinzuschauen.“ Durch die Bandbreite an Strategien sollen die vertretenen Manager auch voneinander profitieren. So könne man etwa Kunden, die auch in anderen Bereichen investieren wollen, weiterverweisen – und damit beiden Seiten helfen.
Der Fokus liege dabei dort, wo sie Wachstum sehen, erklärt Römer: Klassische Aktien- und Anleihe-Investments seien etabliert und böten kaum Beratungsbedarf. Anders dagegen die Situation bei alternativen Investments wie Hedgefonds und Private Markets. Das sei zwar seit 20 Jahren ein Wachstumsfeld in Deutschland, es gebe aber weiterhin viel frisches Kapital in dem Markt. Ergänzend wollen die Gründer Edelmetall-Strategien in ihr Portfolio aufnehmen – „eine bislang in Deutschland unterrepräsentierte Anlageklasse mit Nachholbedarf“.
Trend zu liquiden Strategien in Kundenportfolios
Weiss beobachtet einen Trend zu liquideren Anlagen in den Portfolios der Kunden, der der Plattform zugutekommt. „Viele haben das Gefühl, dass ihre Portfolios zu illiquide sind, weshalb wir beobachten, dass momentan neue Allokationen in Alternatives tendenziell in liquide Strategien gehen.“ Gefragt seien – vor allem bei Anlegern, die die ersten Schritte in Richtung Hedgefonds gehen – unter anderem sogenannte Fund-of-Hedge-Funds-Lösungen, also Dach-Hedgefonds, mit denen Family Offices ohne eigenes Auswahl-Team in die Anlageklasse einsteigen könnten. Diese Fonds, die eine Zeit lang als zu teuer galten, erleben „eine kleine Renaissance“, sagt Weiss.
A2 verhandelt nach eigenen Angaben aktuell mit zwei entsprechenden Anbietern. Ziel sei es, ein Portfolio aufzubauen, das neben Dach-Hedgefonds auch Hedgefonds aus weiteren Bereichen wie Credit, Equity Market Neutral, Multistrategy und Trendfolger enthalte. „Wir wollen uns so aufstellen, dass wir zu allen oder zumindest fast allen Subassetklassen Anbieter haben“, sagt Weiss.
Die Gründer wenden sich mit ihrer Plattform ausschließlich an professionelle Investoren – Family Offices sowie institutionelle Investoren wie Versicherer, Versorgungswerke und Stiftungen. Retail-Anleger schließen die Unternehmer explizit aus, auch aus regulatorischen und haftungsrechtlichen Gründen.
A2 steht für „Alternative Access“
Der Name A2 steht dabei für „Alternative Access“ – den Zugang, den A² anderen zum deutschen Markt verschaffen will –, kann laut den Gründern aber auch als „Alternative Assets“ oder „Alternative Alpha“ gelesen werden. Nach außen wollen sich Weiss und Römer als „Collaboration Partners“ positionieren, da sie sowohl mit Investoren als auch mit Managern zusammenarbeiten.
Mit der Bafin-Lizenz wollen die Gründer nun richtig durchstarten. Mehrere Vertriebsvereinbarungen mit Hedgefonds- und Goldanbietern seien bereits ausverhandelt. In diesen Tagen startet auch die erste Event-Reihe. Bei Terminen in Hamburg, München, Wien und Frankfurt am Main kommen 250 professionelle Investoren mit Private-Equity-Gesellschaften wie AQR, Blackstone, Bridgewater, Luminarx, Millennium und Silverpoint zusammen.
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