Auswertung von JLL Neugeschäft der Immobilienfinanzierer legt zu

Großbaustelle in Berlin

Großbaustelle in Berlin: Für den deutschen Investmentmarkt für Immobilien war 2021 ein Rekordjahr. Foto: Imago Images / Sabine Gudath

Institutionelle Anleger investierten in Deutschland im vergangenen Jahr vor allem in Wohnimmobilien, Studentenwohnheime sowie Senioren- und Pflegeheime. Insgesamt 52,2 Milliarden Euro und damit knapp 47 Prozent des gesamten Transaktionsvolumens entfielen auf den Bereich. Das geht aus einer Auswertung des Immobilienberaters JLL hervor. In Bürohäuser flossen noch 27,5 Milliarden Euro. Das waren 25 Prozent des Gesamtvolumens. Ein Rekordergebnis erzielten Logistikimmobilien mit 10,2 Milliarden Euro Investitionssumme.

Insgesamt lag das Transaktionsvolumen auf dem deutschen Investmentmarkt für Immobilien 2021 bei 111 Milliarden Euro – eine Steigerung von 36 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Maßgeblichen Anteil daran hatte JLL zufolge das zweite Halbjahr. Allein zwischen Juli und Dezember wurden demnach Gebäude für 77 Milliarden Euro am gewerblichen Immobilienmarkt gehandelt.

LBBW mit dem größten Zuwachs

Die großen Immobilienfinanzierer aus Deutschland konnten ihr Neugeschäft hierzulande im vergangenen Jahr, verglichen mit dem Vorjahr, um acht Prozent auf 39,7 Milliarden Euro steigern. Den größten Zuwachs verzeichnete die LBBW. Die Landesbank konnte das Jahresergebnis aus 2020 um 1,4 Milliarden Euro auf insgesamt 7,2 Milliarden Euro steigern und belegt damit Rang zwei. Größter Hypothekengeber war mit 8,2 Milliarden Euro die DZ Hyp. Rang drei ging an die Berlin Hyp mit 4,5 Milliarden Euro.

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Von den zwölf für die Untersuchung berücksichtigten Instituten verzeichneten lediglich vier einen Rückgang ihres Neugeschäfts.  Mit 37 Prozent entfiel das deutlichste Minus auf die Berliner Sparkasse.

Für dieses Jahr sind die Banken vorsichtig optimistisch. Sechs Kreditinstitute erwarten ein ähnliches Jahresergebnis wie im Vorjahr. Bei vieren geht man von einem Anstieg im aktuellen Jahr aus, nur zwei Banken rechnen mit einem Rückgang des Neugeschäftsvolumens.