Neuer Windpark-Fonds Nordrheinische Ärzteversorgung investiert erneut bei Prime Capital

Windparkfonds und vieles mehr: Im Portfolio der Nordrheinischen Ärzteversorgung herrscht Vielfalt.

Windparkfonds und vieles mehr: Im Portfolio der Nordrheinischen Ärzteversorgung herrscht Vielfalt. Foto: NÄV

Das Versorgungswerk Nordrheinische Ärzteversorgung (NÄV) beteiligt sich an einem neuen Fonds für Energie-Infrastruktur der Frankfurter Anlagegesellschaft Prime Capital, dem Prime Green Energy Infrastructure Fund. Damit knüpfen die Düsseldorfer an bestehende Geschäftsbeziehungen mit den Hessen an und setzen ihre Abkehr von Schuldscheinen, Hypotheken und Rentenanlagen fort. Das Dreigespann hatte in den vergangenen Jahren das Portfolio der NÄV dominiert, wie die Grafik zeigt.

Zu den Geldgebern der ersten Stunde des neuen Fonds zählt auch Siemens Financial Services, der Finanzierungsarm des Siemens-Konzerns. Die institutionellen Anleger, die den Fonds gezeichnet haben, werden in seinem Beirat vertreten sein. 

Fonds soll 500 Millionen Euro einsammeln 

Prime Capital hat das Anlagevehikel ins Leben gerufen und nach eigener Darstellung in einem ersten Schritt bei Anlegern 200 Millionen Euro eingesammelt. In weiteren Finanzierungsrunden will der Anbieter für sein jüngstes Anlagevehikel bis zu 500 Millionen Euro einsammeln. Für Prime Capital ist der Fonds eine Premiere: Der Prime Green Energy Infrastructure Fund ist der erste Multi-Investorenfonds im Bereich Infrastruktur der Hessen. 

Die Fondsmanager investieren in Windenergieanlagen in Skandinavien. Die skandinavischen Länder zeichneten sich durch die niedrigsten Stromerzeugungskosten in Europa aus und seinen nicht auf staatliche Unterstützung angewiesen, so Prime Capital. Der Fonds wird Anlagen in einem späten Entwicklungsstadium erwerben. 

Auf der Suche nach aussichtsreichen Standorten kooperiert Prime Capital mit dem Windturbinenhersteller Siemens Gamesa Renewable Energies (SGRE). Die Frankfurter versprechen sich von der Zusammenarbeit mit SGRE gleich mehrere Vorteile. Damit könne man einerseits interessante Projekte in einem frühen Stadium identifizieren und erwerben. Andererseits könne Prime Capital alle technischen und kommerziellen Aspekte der Projekte optimieren und dabei gleichzeitig von der Technologie und dem Know-how von SGRE profitieren.

„Unsere Wertschöpfungsstrategie in Verbindung mit den in den skandinavischen Ländern erzielbaren Größenvorteilen und den ausgezeichneten Windressourcen ermöglicht es uns, im Vergleich zu anderen Investitionen in Erneuerbare Energie in Europa über dem Marktdurchschnitt liegende Renditen zu erzielen. Gleichzeitig investieren wir in einige der stabilsten Volkswirtschaften der Welt, mit einer stark wachsenden Nachfrage nach Elektrizität und ehrgeizigen Klimazielen“, kommentiert Mathias Bimberg, Leiter des Bereichs Infrastruktur bei Prime Capital. Der Prime Green Energy Infrastructure Fund sei der erste Infrastrukturfonds, der eine Zertifizierung der Rating-Agentur Sustainalytics erhält. 

Die Nordrheinische Ärzteversorgung operiert am Standort Düsseldorf, beschäftigt 124 Angestellte und betreut 57.472 Mitglieder (Stand: 2019). Zum Jahresende 2019 bezifferte das Versorgungswerk den Buchwert seiner Kapitalanlagen auf 13,7 Milliarden Euro.