Neuer Bezahldienst geplant Amazon will mit US-Bank kooperieren

Amazon-Buchladen in New York: Die Kunden des international tätigen Handelsriesen können hier mit der App des Unternehmens auf ihrem Smartphone zahlen. Barzahlung ist dagegen nicht möglich. | © Getty Images

Amazon-Buchladen in New York: Die Kunden des international tätigen Handelsriesen können hier mit der App des Unternehmens auf ihrem Smartphone zahlen. Barzahlung ist dagegen nicht möglich. Foto: Getty Images

Jugendliche und Verbraucher ohne eigenem Bankkonto sind die Zielgruppe eines neuen Angebots, das klassischen Geldhäusern Konkurrenz machen soll: Der US-Börsengigant Amazon plant derzeit eine Art Girokonto für seine Kunden, berichtet aktuell die Zeitung „The Wall Street Journal“ (WSJ).

Demnach führe das 1994 als Online-Buchhandel gegründete Unternehmen bereits Verhandlungen mit JP Morgan Chase. Die größte Bank der USA verfügt nur über eine rund halb so große Marktkapitalisierung (316 Milliarden US-Dollar) wie Amazon (590), der weltweiten Nummer Zwei nach Apple (726).

Die Planungen seien allerdings noch in einem sehr frühen Stadium, heißt es in dem WSJ-Bericht mit Verweis auf Personen, die mit der Sache vertraut seien. Das langfristige Ziel sei nicht, Amazon in eine Bank zu transformieren. Stattdessen sollten Kosten für Finanzintermediäre eingespart sowie Daten über Konsum und Einkommen der Kunden gewonnen werden.