Die Bank Frick baut einen Campus auf gut 4.000 Quadratmetern als neue Zentrale in dem liechtensteinischen Ort Unterbendern. Den Zuschlag für den Architekturwettbewerb erhielten Bernado Bader Architekten aus Österreich.
Ein Holzkonstrukt mit Fensterfronten: Das Konzept des Bankneubaus als offenen Campus setzte sich aus sieben Bewerbern durch. Der Komplex soll aus drei Gebäuden bestehen, die durch einen begrünten Innenhof zum Verweilen und zum Austausch einladen. In der Mitte jedes Gebäudes befindet sich ein Atrium, um das sich die Büros anordnen.
Teile des Campus sollen untervermietet werden
Das Hauptgebäude wird über sechs Etagen verfügen. Die weiteren Gebäude haben vier und fünf Stockwerke. So entstehen 700 Arbeitsplätze, die zum Teil an Dritte vermietet werden. Aktuell beschäftigt die Bank 300 Mitarbeiter. Der Umzug ist für 2031 geplant.
„Insgesamt entsteht eine moderne Arbeitswelt, die unsere Mitarbeitenden an einem Standort zusammenführt“, freut sich Finanzvorständin Melanie Mündle. Die Architekten haben Multifunktionsräume für Sportkurse eingeplant. Auch die öffentliche Cafeteria soll Raum für Begegnungen bilden.
Verkehrsachse wird für Bankbau verlegt
„Die Gemeinde positioniert den Platz unter dem Kirchhügel neu als Zentrum mit einem attraktiven Nutzermix und hoher Aufenthaltsqualität“, sagt Gemeindevorsteher Johannes Hasler. Die Gemeinde plant, die Hauptverkehrsachse zu verlegen, um den Arbeitsweg für alle Bankmitarbeiter zu vereinfachen.
Die Bank Frick verwaltet ein Vermögen von 5,6 Milliarden Schweizer Franken und wurde 1998 vom liechtensteinischen Treuhänder Kuno Frick gegründet. Sie befindet sich heute im 100-prozentigen Besitz der Familienstiftung Frick. Das Geldhaus bietet seit 2018 Blockchain-Dienstleistungen an und ermöglicht die Tokenisierung von Vermögenswerten. Die Bank hat zusätzlich Standorte in London und in Dubai. Zu den Kunden zählen Family Offices, Pensionskassen, Treuhandgesellschaften und Fintechs.