Unter vermögenden Paaren beträgt der Altersunterschied im Schnitt sieben Jahre, bei Hochvermögenden sogar rund 15 Jahre. Für Vermögensverwalter sind Frauen eine kritische Zielgruppe. Doch sie spielen häufiger mit dem Gedanken als Männer, den Vermögensverwalter zu wechseln.
„Jüngere Generationen von Frauen verspüren sogar einen größeren Wechselwunsch“, sagt Patrick Sobotta, Geschäftsführer von Natixis Investment Managers, im Rahmen einer Anlage-Studie. Auf weibliche Bedürfnisse sollte deswegen in der Anlageberatung verstärkt eingegangen werden.
Frauen bezeichnen ihren Anlageansatz als „deutlich konservativer“ als Männer. Der Abstand beträgt rund zehn Prozentpunkte. Nur jede zehnte Frau sieht sich als „aggressive Investorin“. Doppelt so viele Männer bezeichnen ihren Anlagestil als aggressiv.
78 Prozent der Frauen stellen Sicherheit über Rendite; bei Männern sind es 69 Prozent. Entsprechend seltener betrachten Frauen Marktschwankungen als Anlagechance: 55 Prozent tun dies – gegenüber 67 Prozent der Männer.
Sieben von zehn Frauen sorgen sich um ihre Altersversorgung
Dabei sind es gerade Frauen, die ihr Vermögen stärker ausbauen müssten, um für den Ruhestand vorzusorgen – unter anderem wegen ihrer längeren Lebenserwartung. Sieben von zehn Frauen geben an, sich Sorgen um ihre Altersversorgung zu machen. Bei Männern sind es fünf von zehn. Fast jede zweite Frau glaubt sogar, dass nur noch ein Wunder ihr eine sichere Rente garantieren kann. Unter Männern glauben das 39 Prozent.
Die Unsicherheit bleibt im Rentenalter bestehen: 28 Prozent der Frauen fürchten, ihr Vermögen zu überleben. Bei Männern sind es 20 Prozent. Wirklich sorgenfrei sehen ihrer Rente lediglich 39 Prozent der Frauen entgegen und 45 Prozent der Männer.
Die Studienautoren raten Vermögensverwaltern, dass diese Frauen gezielt zu ihrer Altersversorgung beraten – und ausreichend Anlagen mit geringer Volatilität im Portfolio haben sollten.