Mit dem UBS Euroinvest Immobilien (ISIN: DE000A111Z29) hat ein weiterer offener Immobilienfonds die Rücknahme und Ausgabe von Anteilen gestoppt. Nach den Wohnimmobilien-Fonds Wertgrund Wohnselect und Fokus Wohnen Deutschland muss damit nun erstmals seit der Finanzkrise ein Gewerbeimmobilienfonds schließen. Darüber hatte zuerst die „Immobilien Zeitung“ berichtet.
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Mit dem UBS Euroinvest Immobilien (ISIN: DE000A111Z29) hat ein weiterer offener Immobilienfonds die Rücknahme und Ausgabe von Anteilen gestoppt. Nach den Wohnimmobilien-Fonds Wertgrund Wohnselect und Fokus Wohnen Deutschland muss damit nun erstmals seit der Finanzkrise ein Gewerbeimmobilienfonds schließen. Darüber hatte zuerst die „Immobilien Zeitung“ berichtet.
„In diesem herausfordernden Marktumfeld hat UBS Real Estate beschlossen, die Rücknahmen derzeit auszusetzen, um sicherzustellen, dass die Interessen aller unserer Investorinnen und Investoren gewahrt bleiben“, teilte das Unternehmen auf Anfrage mit. In einer Mitteilung begründete UBS den Schritt damit, „dass die liquiden Mittel des Immobilien-Sondervermögens nicht ausreichen, um den Rücknahmepreis für die zur Rückgabe vorgelegten Anteile zu zahlen und die ordnungsgemäße laufende Bewirtschaftung des Immobilien-Sondervermögens sicherzustellen“.
Der UBS Euroinvest Immobilien investiert in Gewerbeimmobilien in europäischen Metropolen. Mit 85 Prozent machen Büros den größten Anteil im Portfolio aus, der Rest entfällt auf Handel, Gastronomie, Logistik und Industrie. Regional liegt der Fokus auf Frankreich, Spanien, Luxemburg, Belgien und Italien.
Mehrere Fondsimmobilien stehen zum Verkauf
Laut dem letzten Quartalsbericht „befinden sich mehrere Fondsobjekte im Verkaufsprozess“, darunter ein Gebäude aus dem Business Park WTC Almeda in Barcelona. Insgesamt liegt das Fondsvermögen des Immobilienfonds, der sich sowohl an institutionelle als auch Privatanleger richtet, bei knapp 409 Millionen Euro.
Das Ratinghaus Scope hat das Fondsrating nach Bekanntwerden der Schließung ausgesetzt. Zuvor war der Fonds bereits mehrfach herabgestuft worden, zuletzt auf bb+.„Die hohe Leerstandsquote und die eingeschränkte Objektdiversifikation belasten das Produkt“, zitiert die „Immobilien Zeitung“ Sonja Knorr, bei der Ratingagentur für alternative Anlagen zuständig. Laut Quartalsbericht liegt die Vermietungsquote der Fondsobjekte bei nur 77 Prozent.