Indizes Wie diese beiden Aktien die S&P 500 und Dax-Performance fast alleine antreiben

Die großen Indizes, wie der S&P 500 und der Dax, haben im ersten Halbjahr sehr gut performt. Der deutsche Aktienindex, bestehend aus 40 Titeln, erwirtschaftete bis zum 30. Juni eine Rendite von 8,9 Prozent. Der S&P 500 aus den USA hingegen schaffte im gleichen Zeitraum mit seinen 500 Titeln eine Rendite von 15,3 Prozent.

Bei genauerem Hinschauen wird allerdings bei beiden Indizes klar: Die Performance wird zum Großteil von jeweils sieben Unternehmen getragen. Dass die Magnificent Seven in den USA einen Großteil der ETF- oder Indexbewertung trägt, ist unter Kennern nicht überraschend. Doch Pascal Kielkopf, Kapitalmarktanalyst von HQ Trust, hat sich die sieben größten Dax-Unternehmen genauer angeschaut und Ähnlichkeiten zu den Magnificent Seven festgestellt.

 

SAP und Nvidia sind Wachstumstreiber 

Das Thema künstliche Intelligenz beschäftigt die Börse seit Monaten. Die großen Unternehmen profitieren davon enorm und so erreichen Alphabet, Microsoft oder Apple beinahe täglich ein neues Allzeithoch an der Börse. Doch kaum ein Unternehmen erreichte 2024 bisher eine bessere Performance als Nvidia. Über 160 Prozent Rendite konnte der Entwickler von Grafikprozessoren und Chipsätzen für Personal Computer, Server und Spielkonsolen in diesem Jahr bereits erwirtschaften. Damit war Nvidia für rund 30 Prozent der S&P 500-Performance verantwortlich, berichtet Pascal Kielkopf. 

Nvidia und SAP waren im ersten Halbjahr die Wachstumstreiber der größten Indizes © HQ Trust Research

>>> Grafik vergrößen

Doch es geht noch etwas besser. Der deutsche Softwarekonzern SAP war durch seine bisherige Performance 2024 mit einem Anteil von 40 Prozent an der Gesamtrendite vom Dax beteiligt. Die restlichen Unternehmen, die quasi im Alleingang für die Dax-Performance verantwortlich sind, sind Münchener Rück, Allianz, Deutsche Telekom sowie Siemens und die beiden Top-Performer Siemens Energy und Rheinmetall.

Sieben Unternehmen für 92 Prozent der Rendite verantwortlich

„Während 60 Prozent der Indexperformance des S&P 500 auf den Magnificent Seven basieren, kamen die sieben Aktien aus dem Dax auf einen Anteil von 92 Prozent“, sagt Pascal Kielkopf, Kapitalmarktanalyst von HQ Trust. Unüblich ist das allerdings nicht. Insbesondere bei spezifischen Länder-oder Sektor-ETFs sei das völlig normal, betont er.

Der Performance-Beitrag einer Aktie berechnet sich dabei aus dem Indexgewicht, welches vom Börsenwert des Unternehmens abhängt, multipliziert mit der jeweiligen Wertentwicklung der Aktie. Allerdings sei auch Vorsicht geboten – denn die Performance könne durch die Abhängigkeit genauso schnell in die andere Richtung drehen.

Wie hat Ihnen der Artikel gefallen?

Danke für Ihre Bewertung
Leser bewerteten diesen Artikel durchschnittlich mit 0 Sternen