Dieser Artikel richtet sich ausschließlich an professionelle Investoren. Bitte melden Sie sich daher einmal kurz an und machen einige berufliche Angaben. Geht ganz schnell und ist selbstverständlich kostenlos.
DWS
Die DWS antwortet:
Die Stimmung im Immobilienbereich ist, vorsichtig ausgedrückt, verhalten. Wie blicken Sie auf den Markt der Gewerbeimmobilien in den nächsten drei Jahren?
Die mittel- bis langfristige Einschätzung der DWS für die europäischen Immobilienmärkte ist grundsätzlich positiv. So gibt es weiterhin starke Fundamentaldaten an den Immobilienmärkten auf der Nachfrageseite durch ein rückläufiges Angebot. Insbesondere in den Nutzungsarten Wohnen, Logistik, aber auch bei hochwertigen, energieeffizienten Büroimmobilien.
Das Real Estate Research der DWS prognostiziert deshalb mittel- bis langfristig steigende Mieten und Wertzuwächse der Immobilien – unter anderem unterstützt durch inflationsgekoppelte Mietverträge und reduzierte Bautätigkeit. Damit können die Immobilienmärkte nach wie vor attraktive Investitionsmöglichkeit bieten.
Welche Möglichkeiten gibt es für Büroimmobilien, um attraktiv zu sein? Stichwort „New Work“?
Die Büroimmobilien im Portfolio der DWS-Grundbesitz-Fonds umfassen inzwischen vermehrt neuwertige oder modernisierte Objekte in attraktiven Lagen von Metropolregionen. Hintergrund ist, dass am Bürovermietungsmarkt die Polarisierung zwischen erstklassigen Büroimmobilien und Objekten in sekundären Lagen weiter zunimmt und dass dieser Trend anhalten dürfte.
Positiv entwickeln dürften sich nach Einschätzung der DWS sogenannte „Next Generation Offices“, in die die DWS-Grundbesitz-Fonds seit Längerem schwerpunktmäßig in Städten mit hohem Wachstumspotenzial und starken Fundamentaldaten investieren. Hintergrund ist, dass die neuen Anforderungen an Büros der Zukunft durch Digitalisierung, Nachhaltigkeit und flexible Arbeitsmodelle bestimmt werden und dies entsprechend errichtete Immobilien erfordert, um das Risiko einer Überalterung und somit einer abnehmenden Attraktivität zu vermeiden.
Welche anderen Trends sehen Sie auf dem Immobilienmarkt?
Bei den DWS-Grundbesitz-Fonds soll der Anteil an Wohn- und Logistikimmobilien weiter ausgebaut werden.
Die Wohnimmobilienmärkte sind aus unserer Sicht weiterhin attraktiv und dürften sich besser entwickeln als der Gesamtmarkt. Hauptgründe sind die in vielen Städten positive demografische Entwicklung und die geringere Bautätigkeit aufgrund der gestiegenen Finanzierungs- und Baukosten.
Wohninvestments dürften weiterhin schwerpunktmäßig in Märkten wie Großbritannien, Irland, den Niederlanden, Frankreich und Spanien getätigt werden. Dort haben sich die Mietmärkte in den letzten Jahren weiterentwickelt und professionalisiert.
Bei Logistik-Immobilien liegt der Fokus auf guter Lage und Ausstattung. Eine hohe Nutzernachfrage bei begrenztem Angebot führte beispielsweise in Deutschland dazu, dass die Mieten seit 2022 so stark wie seit vielen Jahren nicht mehr gestiegen sind. Die langfristigen Trends bleiben nach unserer Einschätzung weiter bestehen: Die Regionalisierung der Lieferketten (Nearshoring), das Wachstum im Kurier-, Express- und Paketsegment sowie EU-Transformationsprozesse. Ein überdurchschnittliches Mietwachstum wird bei städtischen Logistikimmobilien sowie sogenannten „Last-Mile-Objekten“ erwartet.
Wie wollen Sie Ihre Immobilienfonds zukünftig ausrichten? Wird es hier Veränderungen geben, zum Beispiel durch andere Schwerpunkte?
Für uns stehen – entsprechend eines Research-basierten Investmentansatzes – auch künftig Immobilien der Nutzungsarten „Bezahlbares Wohnen“, „Urbane Logistik“ sowie „Next Generation Office“ im Fokus.
Für Investitionen in die Bereiche Wohn- und Logistikimmobilien sprechen weiter die historisch stabilen Mieteinnahmen (Cash-Flows) sowie die Aussicht auf weitere Mietsteigerungen.
