Das Private-Equity-Jahr 2016 Die größten Deals, Exits und Fund Closings

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Private-Equity-Käufe in Deutschland

Die größte Private-Equity-Transaktion in diesem Jahr war der Verkauf des Immobilienunternehmens Officefirst an Blackstone für 3,3 Milliarden Dollar. Der zweitgrößte Deal war der Verkauf des Berliner Spezialchemie-Unternehmens Atotech – bisher eine Tochter des französischen Ölkonzerns Total – an Carlyle für 2,9 Milliarden Dollar.

Mit dem Kauf von Xella (2,2 Milliarden Dollar) durch Lone Star – gut ein Jahr nach dem geplatzten Börsengang –, Bilfingers Bau- und Immobiliensparte an EQT im Juni (1,4 Milliarden Dollar Euro), dem Zellulose-Spezialist Acetow von Solvay an Blackstone (eine Milliarde Euro) und der Airbus-Sparte für Verteidigungselektronik (1,1 Milliarden Euro) an KKR führten Finanzinvestoren in diesem Jahr insgesamt sechs Deals im Volumen von mindestens einer Milliarde Euro durch. Damit gab es 2016 einen dieser Großdeals mehr als im Vorjahr 2015.

Fazit

Der Private-Equity-Markt hat im Zuge der Zinsentwicklung und der steigenden Immobilienpreise weiter an Attraktivität zugenommen. 2016 wurde der globale Buyout-Markt noch einmal deutlicher von den Large-Cap-Fonds und den entsprechenden Large-Cap-Transaktionen geprägt als schon im Vorjahr.

Bei steigenden Bewertungen dieser Transaktionen und einer konservativen Haltung finanzierender Banken kann man für diese großen Fonds von weiter steigendem Druck auf die Renditen ausgehen. Diese Mechanismen sind bei kleineren Transaktionen deutlich geringer ausgeprägt, weshalb Anleger auch für ihre Allokationen in 2017 auf kleine und mittlere Fonds zurückgreifen sollten.

Über den Autor:
Julien Zornig ist Partner der Hamburg Private-Equity-Boutique Astorius Capital. Bevor er dort im September 2013 einstieg, war er über zehn Jahre lang in leitender Funktion bei den Privatbanken M.M. Warburg und Berenberg im Bereich Alternative Investments tätig.