Anleger-Umfrage Nachhaltigen ETFs mangelt es an Bekanntheit

Windpark Grapzow nahe der Stadt Altentreptow

Windpark Grapzow nahe der Stadt Altentreptow: Investitionen in Erneuerbare-Energien-Projekte sind bei Anlegern gefragt und auch das Motiv Umwelt und Klimaschutz spielt eine große Rolle. Foto: IMAGO / BildFunkMV

Das Thema Nachhaltigkeit in der Geldanlage nimmt zunehmend Fahrt auf, jedoch leiden einzelne grüne Investmentmöglichkeiten bei Anlegern noch unter fehlender Bekanntheit. Das zeigt eine Erhebung des Unternehmens Puls Marktforschung, das im Auftrag der Quirin Privatbank 2.057 Personen mit einem Vermögen ab 10.000 Euro zu nachhaltigen Geldanlagen befragt hat. Gerade börsengehandelte Indexfonds (ETFs) haben aktuell noch einen schweren Stand: So gibt mit 55,0 Prozent jeder zweite Anleger an, er kenne nachhaltige ETFs nicht. Dagegen haben immerhin noch 30,3 Prozent Kenntnis von passiven ESG-Produkten, nur 7,0 Prozent sind investiert.

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Bei aktiven Investmentfonds mit Schwerpunkt Nachhaltigkeit sieht die Lage etwas besser aus: 40,4 Prozent der befragten Anleger haben bereits von dieser Möglichkeit der nachhaltigen Geldanlage gehört. Bei weiteren 9,3 Prozent der Anleger sind aktiv gemanagte Fonds im Vermögen enthalten. Am bekanntesten unter nachhaltigen Anlagen sind Direktbeteiligungen, also etwa Windkraftanlagen oder Photovoltaikparks. Green Bonds sind zwar etwas populärer als nachhaltige ETFs, kommen bei Anlegern aber weniger zum Einsatz

Bekanntheit und Nutzung nachhaltiger Geldanlagen steigen mit Höhe des eingesetzten Vermögens: Teilnehmer mit einer monatlichen Sparrate von mehr als 1.000 Euro investieren beispielsweise zu zwei Drittel in aktiv gemanagte ESG-Fonds. Je höher die monatliche Sparrate, umso bekannter sind die verschiedenen Optionen nachhaltiger Geldanlage. Auch aktiv gemanagte ESG-Fonds und nachhaltige ETFs schneiden unter vermögenderen Anlegern besser ab.

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