Nachfolger von Georg Fahrenschon Helmut Schleweis wird Sparkassen-Präsident

Der designierte DGSV-Präsident Helmut Schleweis: Der 63-Jährige sitzt seit 1988 im Vorstand der Sparkasse Heidelberg und ist seit 2002 dessen Vorsitzender.  | © SPK Heidelberg

Der designierte DGSV-Präsident Helmut Schleweis: Der 63-Jährige sitzt seit 1988 im Vorstand der Sparkasse Heidelberg und ist seit 2002 dessen Vorsitzender. Foto: SPK Heidelberg

Helmut Schleweis übernimmt den Job des Sparkassen-Präsidenten von Georg Fahrenschon. Das hat die Verbandsvorsteherkonferenz der Deutschen Sparkassen-Finanzgruppe jetzt einstimmig beschlossen. Schleweis soll das Amt zum nächstmöglichen Termin antreten. Die zuständigen Gremien dürften den Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Heidelberg noch vor Weihnachten in das neue Amt wählen, erklärte der Verband in einer Mitteilung.

Eigengewächs par excellence

Schleweis ist ein Sparkassen-Eigengewächs par excellence: Der 63-Jährige absolvierte seine Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Sparkasse Heidelberg und durchlief den Sparkassenfachlehrgang an der Sparkassenakademie in Rastatt ebenso wie die Deutsche Sparkassenakademie in Bonn. Nachdem er seit 1988 im Vorstand der Sparkasse Heidelberg saß, rückte er 2002 zu dessen Vorstand auf.  

Die Wiederwahl des bisherigen DGSV-Präsidenten Georg Fahrenschon hatte noch bis vor wenigen Wochen als Formalie gegolten. Jedoch machte ein Steuerstrafverfahren gegen den 49-Jährigen diese Pläne zunichte: Fahrenschon hatte seine Einkommen- und Umsatzsteuererklärungen für die Jahre 2012 bis 2014 verspätet, nämlich erst im Jahr 2016, beim zuständigen Finanzamt abgegeben. Der Fall war laut DGSV „von Unbekannten an die Öffentlichkeit lanciert“ worden, woraufhin die Staatsanwaltschaft München einen Strafbefehl wegen Steuerhinterziehung beantragte.

CSU-Politiker Fahrenschon, der bis zu seiner Wahl zum DSGV-Präsidenten Ende 2011 bayerischer Finanzminister war, sprach im Zusammenhang mit dem Fall von einer „Riesendummheit“, wollte seine Kandidatur für eine Wiederwahl jedoch zunächst nicht zurückziehen. Dazu bestehe kein Grund, da er die vom Finanzamt festgestellten Steuern, Zinsen und Säumniszuschläge im vergangenen Jahr in voller Höhe beglichen habe. Eine Position, die nicht zu halten war: Mitte dieses Monats erklärte Fahrenschon seinen Rücktritt.