Nachfolger von Fabrizio Campelli Deutsche Bank beruft globalen Leiter Wealth Management

Claudio de Sanctis war Ende 2018 von der Credit Suisse zur Deutschen Bank gewechselt.  | © Deutsche Bank

Claudio de Sanctis war Ende 2018 von der Credit Suisse zur Deutschen Bank gewechselt. Foto: Deutsche Bank

Die Deutsche Bank hat Claudio de Sanctis zum Leiter des weltweiten Geschäfts mit Hochvermögenden (Wealth Management) ernannt. Er folgt auf Fabrizio Campelli, der im Vorstand die Verantwortung für die Transformation der Bank übernimmt.

De Sanctis, der den Posten mit sofortiger Wirkung antritt, leitete bisher das Europa-Geschäft im Wealth Management inklusive dem deutschen Heimatmarkt. Seine Funktion als Landeschef der Deutschen Bank Schweiz wird er beibehalten.

Mit dem neuen Ressort Campellis will die Bank nach eigenem Bekunden die umfassendste Transformation seit zwei Jahrzehnten vorantreiben. Dabei gehe es vor allem darum, diesen Umbau aus einer Hand ganzheitlich zu steuern und die Zusammenarbeit im Konzern sowie die Koordination der Prozesse zu verbessern, hieß es.

„Angesichts der Größe der Aufgabe ist es erforderlich, dass ein Vorstandsmitglied sich voll und ganz auf diese tiefgreifende Transformation konzentriert und den Umbau über alle Bereiche unserer Bank hinweg vorantreibt“, sagt Paul Achleitner, der Aufsichtsratsvorsitzende der Deutschen Bank.

Campelli leitete das weltweite Wealth Management seit Oktober 2015. Zuvor hatte er die Bereiche Unternehmensstrategie und Organisationsentwicklung verantwortet und war stellvertretender Leiter der Betriebsorganisation.

De Sanctis kam im Dezember 2018 zur Deutschen Bank. Zuvor hatte er fünf Jahre lang bei der Credit Suisse gearbeitet, zunächst als Marktgebietsleiter im Private Banking für Südostasien und zuletzt als Leiter des Private Banking in Europa.

Die Deutsche Bank, die mit aktuell 215 Milliarden Euro verwaltetem Vermögen zu den weltweit größten Wealth Managern zählt, hatte zuletzt eine Offensive im Geschäft mit Vermögenden angekündigt. So will man bis 2021 weltweit 300 zusätzliche Betreuer einstellen sowie in die Weiterentwicklung bestehender Mitarbeiter, Systeme und Technologien investieren.