Nachfolge geklärt Julius-Bär-Chef Collardi wechselt zu Pictet

Boris Collardi: Der 43-Jährige wird ab Mitte 2018 für die Pictet Gruppe tätig sein.  | © Julius Bär

Boris Collardi: Der 43-Jährige wird ab Mitte 2018 für die Pictet Gruppe tätig sein. Foto: Julius Bär

Boris Collardi kehrt Julius Bär mit sofortiger Wirkung den Rücken. Der bisherige Vorstandschef der Bank wechselt zur Pictet Group in Genf, wo er ab Mitte 2018 als Co-Leiter des Global Wealth Management tätig sein wird. Der Schritt kommt offenbar überraschend: man habe Collardis Rücktritt zur Kenntnis genommen, heißt es in einer Mitteilung.

Collardi, der als Teilhaber bei Pictet einsteigt, wird gemeinsam mit dem geschäftsführenden Teilhaber Rémy Best die Verantwortung für Pictet Wealth Management auf globaler Ebene tragen, wobei Best seit Dezember 2014 die alleinige Verantwortung für diese Geschäftssparte innehat.

„Wir danken Boris Collardi für seine hervorragende Leistung und seine Führungsstärke, mit der er die Gruppe fast neun Jahre lang leitete“, sagte Daniel Sauter, Verwaltungsratspräsident der Julius Bär Gruppe. „Wir bedauern seinen Rücktritt, respektieren jedoch seinen persönlichen Wunsch nach Veränderung und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute.“

Collardis Nachfolger steht bereits fest – als neuen Mann an der Spitze installiert das Institut Bernhard Hodler, der bereits seit 1998 Mitglied der Führungsmannschaft des Hauses ist. Ob es bei dieser Konstellation und das Eigengewächs der Bank dauerhaft am Ruder bleibt, ist aber noch unklar: Als Teil der laufenden Nachfolgeplanung werde der Verwaltungsrat einen Evaluationsprozess für die langfristige Führung der Gruppe einleiten.

Hodler ist derzeit Risikochef von Julius Bär und wurde im September 2017 zum stellvertretenden Vorstandschef ernannt. Seit 1998 ist er Mitglied des Führungsteams von Julius Bär und bekleidete diverse Leitungsfunktionen, darunter als operativer Chef und Präsident des Management Committee der Bank.