Nach Verlusten durch US-Immobilien BVK holt externen Manager und baut Kontrollen aus

Axel Uttenreuther, Vorstandsvorsitzender der BVK

Axel Uttenreuther, Vorstandsvorsitzender der BVK: „Wir bedauern, dass es in den USA im Immobiliengeschäft zu Verlusten gekommen ist. Zugleich ist es wichtig festzuhalten, dass diese durch die guten Ergebnisse aus den anderen Assetklassen gemäß unserer Diversifizierungsstrategie kompensiert werden.“ Bildquelle: Jens Schnabel

Die Bayerische Versorgungskammer (BVK) reagiert auf gescheiterte US-Immobilieninvestments mit einem umfassenden Maßnahmenprogramm. Deutschlands größte öffentliche Pensionskasse hatte rund 1,6 Milliarden Euro investiert – und muss nun wohl mit Verlusten von bis zu 853 Millionen Euro rechnen.

Wertberichtigungen bereits vorgenommen

Für das Geschäftsjahr 2024 nahm die BVK auf Ebene der Zielfonds bereits Wertberichtigungen in Höhe von 163 Millionen Euro vor. Bei vier besonders risikobehafteten Entwicklungs- und Renovierungsprojekten besteht nach eigenen Angaben ein weiteres Verlustrisiko von bis zu 690 Millionen Euro. Das Gesamtengagement bei den betroffenen Investments mit den Partnern Deutsche Finance und Shvo entspricht knapp 1,4 Prozent der Kapitalanlage zum Jahresende 2024. Das Versorgungswerk verwaltet rund 120 Milliarden Euro Rentengelder von bayerischen Beamten und Angestellten des öffentlichen Dienstes. 

„Der verantwortungsvolle Umgang mit den Beiträgen unserer Versicherten ist unsere oberste Pflicht", sagt Axel Uttenreuther, Vorstandsvorsitzender der BVK. Die Verluste würden durch Erträge aus anderen Assetklassen kompensiert. Mit einer Nettoverzinsung von 3,4 Prozent habe man 2024 die erforderlichen Mindestverzinsungen übertroffen. Auswirkungen auf die Versorgungszusagen für 2,7 Millionen Mitglieder schließt die BVK aus.

„Wir bedauern, dass es in den USA im Immobiliengeschäft zu Verlusten gekommen ist. Zugleich ist es wichtig festzuhalten, dass diese durch die guten Ergebnisse aus den anderen Assetklassen gemäß unserer Diversifizierungsstrategie kompensiert werden“, so Uttenreuther, der ergänzt: „Auch für die Zukunft gilt: Die Altersvorsorge unserer Versicherten ist sicher.“

Externer Manager soll Prozesse überprüfen

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