Nach Soft Closing bei Nordea Herr von Storch, planen Sie eine Schließung des FvS Multiple Opportunities?

Kurt von Storch bei seinem Vortrag auf dem 11. private banking kongress in Hamburg | © Christian Scholtysik/Patrick Hipp

Kurt von Storch bei seinem Vortrag auf dem 11. private banking kongress in Hamburg Foto: Christian Scholtysik/Patrick Hipp

Vergangene Woche stellte der rund 18 Milliarden Euro schwere Mischfonds Nordea Stable Return die Anteilsausgabe an neue Anleger ein. Als Grund für das sogenannte Soft Closing nannte die Gesellschaft das Fondsvolumen, das sich nach Mittelzuflüssen von über 9 Milliarden Euro in diesem Jahr beinahe verdoppelt hat.



Kein Wunder: Der Nordea Stable Return führte bereits seit Monaten die Top-Seller-Listen von Maklerpools und Direktbanken an. Ein anderer Fonds, der auf diesen Listen ebenfalls seit Längerem weit oben auftaucht, ist der Flossbach von Storch Multiple Opportunities. Könnte auch dieser Mischfonds demnächst schließen?



Der Vergleich zum Nordea Stable Return hinkt

Diese Frage kam im Anschluss an einen Vortrag, den der Flossbach-von-Storch Chef und Mitgründer Kurt von Storch im Rahmen des private banking kongress‘ in Hamburg hielt. „Herr von Storch, planen Sie eine Schließung des FvS Multiple Opprtunities?“, fragte einer der Zuhörer und zog eine Parallele zu dem zuvor stark gewachsenen Nordea Stable Return.

Laut Kurt von Storch hinkt der Vergleich jedoch. Zum Einen sei der Nordea-Fonds viel schneller gewachsen, erklärt er. Zum Anderen investiere der FvS Multiple Opprtunities auf der Aktienseite fast ausschließlich in Standardwerte: Mid- und Small-Cap-Unternehmen machen nie mehr als 15 Prozent des Portfolios aus.

Das Management habe die Fondsgröße noch nie als Problem gesehen, so von Storch weiter. Eine Fondsschließung stehe nicht bevor.

Und was ist mit der Anleihe-Seite?

„Und was ist mit der Anleihe-Seite?“, hakte der Zuhörer nach. „Entscheidend sind für uns immer Chance-Risikoverhältnis einer Anleihe sowie deren Handelbarkeit", so von Storchs Antwort. „Im Moment entfällt ein Großteil unseres Bestandes auf Unternehmenspapiere.“