Nasim Amini verlässt die Deutsche Bank zum Ende Mai – nur rund fünf Monate nach seinem Amtsantritt. Der 47-Jährige hatte zum 1. Januar die Leitung der Wealth-Management-Region Süd übernommen, die sich von München bis Frankfurt erstreckt und die größte der sechs Regionen im Wealth Management des Instituts darstellt, mit rund 70 Niederlassungen.
Er scheide aus „privaten familiären Gründen" aus. Finanz-Szene berichtete zuerst unter Berufung auf eine interne Mitteilung. Ein Sprecher der Deutschen Bank bestätigte dies gegenüber dieser Redaktion. Gegenüber dem private banking magazin äußerte sich Amini zu den Hintergründen und bestätigte seinen Weggang bei der Deutschen Bank ebenfalls.
Mangartz übernimmt Süd, Strumann rückt in West nach
Aminis Abgang hat personelle Tragweite. Die Leitung der Region Süd übernimmt zum 1. Juni Christian Mangartz, der bislang die Region West verantwortete. Mangartz kam 2020 von der Hypovereinsbank zurück zur Deutschen Bank, leitete zunächst das Marktgebiet Essen und ab 2024 das Marktgebiet Stuttgart.
Strumanns Nachfolge in Hamburg ist offen
An seiner bisherigen Position als Regionsleiter West folgt ihm Frank Strumann nach, der bislang Marktgebietsleiter Hamburg war. Strumann begann seine Karriere bei der Deutschen Bank vor rund zwanzig Jahren und war seitdem in verschiedenen Führungspositionen in Westdeutschland tätig, bevor er Anfang 2024 die Marktgebietsleitung Hamburg übernahm. Wer in Hamburg für Strumann aufrückt ist bislang nicht bekannt. Eine Sprecherin der Bank sagte gegenüber dieser Redaktion, das an einer Nachfolgereglung gearbeitet wird.
Fast drei Jahrzehnte im Private Banking
Amini bringt nach Unternehmensangaben knapp dreißig Jahre Erfahrung im Private Banking mit. Den größten Teil seiner Karriere verbrachte er bei der Commerzbank, wo er über zweiundzwanzig Jahre tätig war, zuletzt gut sechs Jahre als Leiter Wealth Management. Im Juli 2021 wechselte er zur Hypovereinsbank und übernahm dort die Leitung von Wealth Management und Private Banking. Im Zuge einer Umstrukturierung verantwortete er ab Oktober 2024 das UHNWI-Segment der Bank. Wie das private banking magazin berichtete, gab Amini diese Funktion im vergangenen Jahr ab und verließ die Hypovereinsbank.
Amini kam für neue Regionalstruktur
Seine Berufung zur Deutschen Bank stand im Zusammenhang mit einer umfassenden Neuordnung des Geschäfts mit vermögenden Kunden: Das Institut hatte Private Banking und Wealth Management zusammengeführt und die Betreuung in sechs Regionen gegliedert, angelehnt an die Struktur zur Betreuung mittelständischer Unternehmen.
Ziel ist es, die Zusammenarbeit mit der Unternehmensbank auszubauen, um Unternehmerfamilien sowohl in ihrer privaten Vermögensplanung als auch auf unternehmerischer Seite beraten zu können. Raffael Gasser, Leiter Wealth Management Deutschland, hatte Amini bei seiner Berufung als einzigen externen Neuzugang unter den sechs Regionsleitern bezeichnet. Aminis künftige Karrierestation ist nicht bekannt.